Wenige Reisende Haparanda-Finnland – bessere Zeiten geplant

Finnland/Schweden. Im August startete der grenzüberschreitende Bahnverkehr von Oulu bis Haparanda. Dafür gab es viel mediale Aufmerksamkeit – die bisherigen Nutzerzahlen sind aber recht gering. Dies soll sich ändern, wenn die Fahrpläne in den beiden Ländern ab Mitte Dezember besser aufeinander abgestimmt sind. Darüber berichtete järnvägar.nu.

Der Morgenzug nach Oulu fährt auf die Brücke über den Torne-Fluss.

Die Strecke Oulu – Tornio – Haparanda wird vom staatseigenen finnischen Unternehmen VR bedient. Laut der Statistik von VR stiegen nach dem Start am 10. August 1700 Personen in Haparanda Richtung Finnland ein oder aus, was einem Durchschnitt von 20 Passagieren pro Zug entspricht. Bei der wieder in Betrieb genommenen Haltestelle Tornio Zentrum waren es im August 1400 Personen, ein Durchschnitt von 16 Personen pro Zug.

Im September sind die Zahlen ähnlich: 1700 Fahrten ab Haparanda nach Finnland bzw zurück, im Durchschnitt 15 pro Zug, sowie 1500 Fahrten ab Tornio Zentrum, 13  Personen pro Zug.

Verbesserungen Mitte Dezember

Bisher war das, was man sich von der Verbindung erhofft hat, nämlich ein einfaches Reisen zwischen den Ländern, allerdings auch nur schwer möglich, da die Fahrpläne  von VR und Norrtåg auf der schwedischen Seite nicht aufeinander abgestimmt sind. Dies ändert sich mit dem Fahrplanwechsel im Dezember, jedenfalls für die, die bereit sind, früh aufzustehen oder abends spät anzukommen. Dann kann man die Gesamtstrecke Oulu-Luleå in rund vier Stunden schaffen bzw in Boden, Kemi oder Oulu in andere Züge umsteigen.

Beispiel Montag, 21. Dezember:

Schweden-Finnland:

  • Norrtåg: ab Luleå 4.10 Uhr – an Haparanda 6. 15 Uhr.
  • VR: ab Haparanda 6.20 Uhr – an Oulu 9.06 Uhr (finnische Zeit)

Abends:

  • ab Luleå 18.19 Uhr – an Haparanda 20. 15 Uhr.
  • ab Haparanda  20.45 Uhr –  an Oulu  23.20 Uhr (finnische Zeit).

Finnland-Schweden:

  • VR: ab Oulu 5.05 Uhr (finnische Zeit) – an Haparanda 5.45 Uhr (schwedische Zeit)
  • Norrtåg: ab Haparanda 6.20 Uhr – an Luleå 8.19 Uhr

Abends:

  • ab Oulu 19.50 Uhr (finnische Zeit) –  an Haparanda  20.30 Uhr (schwedische Zeit)
  • ab Haparanda  20.45 Uhr – an  Luleå  22. 40 Uhr       

Früherer Artikel zum Thema: Bahn Finnland-Schweden in Gang – Zeiten werden noch optimiert

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Agentur-Gründerin: Husky-Firmen sind nicht alle gleich

Die ersten Flocken im hohen Norden sind gefallen – bald startet die Hundeschlitten-Saison. Aber wie können Touristen sicherstellen, dass sie ihre Traumtour durch den Winterwald nicht bei einer Firma buchen, die später als Negativbeispiel Schlagzeilen macht? Für Touristen sei es eigentlich unmöglich, das vorab zu prüfen, meint Michelle Abert, die selbst als Musherin gearbeitet hat. Deshalb hat sie nun eine eigene Vermittlungsagentur gegründet, die nur Firmen aufnimmt, von denen sie persönlich überzeugt ist.

Michelle Abert und die Hunde Ikea und Keona. Foto privat

Die Österreicherin Michelle Abert, heute 32, hat ihre eigenen Erfahrungen auf die harte Tour machen müssen: Sie verliebte sich in Huskies, begann einen Job bei einer Firma in Nordschweden, lernte, Hunde zu versorgen, Schlitten zu lenken und Gäste zu fahren. Doch hinter den Kulissen sah es anders aus als auf den schönen Bildern im Internet. „Jede Firma gibt an, dass das Tierwohl bei ihr an erster Stelle steht“, sagt Michelle Abert – doch das sei keineswegs immer der Fall. Ihrem früherem Arbeitgeber wurde wegen gravierender Mängel sogar die Lizenz für den gewerbsmäßigen Betrieb von Hundeaktivitäten entzogen. Da hatte sie den Betrieb bereits verlassen. 

Zum ganzen Interview: Für mehr Transparenz und Tierwohl im Husky-Business

„Nicht alle über einen Kamm scheren“

Michelle Aberts Erfahrungen sind kein Einzelfall –  Missstände bei Firmen, die Hundeschlittentouren anbieten, sind immer mal wieder Thema in den Medien, nicht nur in Schweden. Doch es gebe auch die anderen, sagt sie, die Hunde überdurchschnittlich gut behandelten. Es sei unfair, diesen den Ruf zu zerstören: „Ich sehe einen Wert darin, diesen Sport zu erhalten und nicht alle über einen Kamm zu scheren.“ Neben den Husky-Farmen selbst sieht sie auch die Vermittlungsagenturen in der Pflicht. Denn oft wüssten Kunden gar nicht, wo sie eigentlich gebucht haben. Und bei den Agenturen seien alle gleich aufgelistet.

Tierwohl und Transparenz

Mit ihrer eigenen Vermittlungsagentur, Freke – ethical-dogsledding.com, will Michelle Abert Nord-Reisenden die Möglichkeit geben, das Hundeschlitten-Abenteuer bei einer Firma zu buchen, bei der Tierwohl nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Um dort gelistet zu werden, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, die auch die Gäste auf der Website einsehen können.  Michelle Abert besucht die Firmen zu Beginn auch persönlich, um sicherzugehen – und sie hört auf die Tipps aus der Szene.

Firma soll Beispiel sein und Maßstäbe setzen

Michelle Aberts Firma steht zwar erst ganz am Anfang und ist erst einmal ein Nebenjob.  Doch ihr Ziel ist, Maßstäbe zu setzen:  “ … dass Freke Ethical Dogsledding.com das Beispiel wird, wo alle anderen nachziehen müssen ( …) Dass sie ihre Anforderungen ganz transparent auf die Website stellen und auch genau sagen, bei welcher Firma sie denn tatsächlich gebucht haben.“

Mehr über ihren Weg in den Norden, über ihrer schlechten Erfahrungen in der Branche und was ihr Hoffnung macht, erzählt Michelle Abert im Interview:

Für mehr Transparenz und Tierwohl im Husky-Business

Früherer Artikel zum Thema:

Gastbeitrag: Die große Freiheit – Husky-Touren im hohen Norden

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Schweden: Andersson scheitert erwartet beim ersten Wahlgang

Schweden. Die Wahl in Schweden ist gut einen Monat her, aber immer noch gibt es keine Anzeichen für eine neue Regierung. Gestern ließ Parlamentssprecher Andreas Norlén über die Sozialdemokratin Magdalena Andersson als neue Premierministerin abstimmen. Dabei bekam sie jedoch nur die 99 Stimmen ihrer eigenen Partei, der Rest waren Gegenstimmen – noch immer können sich ihre potenziellen Koalitionspartner nicht auf eine gemeinsame Linie einigen.

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Transporter hat Strömsundsbrücke verlassen – weiterhin gesperrt

Strömsund (Schweden). Ende September verzog sich die Strömsundsbrücke, während ein Schwertransporter darüber fuhr. Wie inzwischen klar ist, war dabei ein Pendellager gebrochen. Nach 16 Tagen durfte der Transporter die Brücke gestern verlassen. Um die Fahrbahn wieder in eine Ebene zu bekommen, waren 96 Betonblöcke platziert worden. Darüber berichtete SVT. 

Bei dem Transport handelt es sich um einen Transformator für einen Kunden in Norwegen, der eine Ausnahmegenehmigung für die Passage hatte. Die beschädigte Brücke bleibt weiter geschlossen. Sie soll nun gründlich inspiziert und repariert werden. Für den Fernverkehr auf der E 45 gilt eine weiträumige Umleitung. Für den lokalen Verkehr wird voraussichtlich nächste Woche eine provisorische Fähre eingesetzt.

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Unter dem Dach der Familie – Nordische Filmtage 2026

„Buddenbrooks p:reloaded“ ist das Thema der Retrospektive der diesjährigen Ausgabe der Nordischen Filmtage in Lübeck vom 4. bis zum 8. November. Unter dieses Dach passen aktuelle und historische Werke mit unterschiedlichen Perspektiven. Dazu gibt es Überschneidungen zum Schwerpunkt Sápmi. Außerdem: Aktuelle Dokus und Kurzfilme sowie immersive Bild-und Sounderlebnisse im 360-Grad-Kino. Der Kartenvorverkauf beginnt am 24. Oktober. 

La Pietá, Foto SUICAfilms / AXfilms / Studio Nominum

Einiges ist neu an der diesjährigen Ausgabe: Der Vorverkauf findet künftig nur noch online statt, die Vorverkaufsgebühr fällt weg, es gibt teilweise Preiserhöhungen, aber auch drei neue Modelle für Pässe mit Preisermäßigungen. Vor dem eigentlichen Start der Filmtage wird es im 360-Grad-Kino auch einen kostenlosen Ozeantag geben. Während des Festivals kann man Tickets auch am Schalter kaufen – die, die dann eben noch übrig sind. Wie immer hat das Publikum aber eine Riesenauswahl mit 186 verschiedenen Filmen. Über die Hälfte davon lässt sich auch streamen! 

Das alte Haus und die Gletscher

Wie immer wird es auch viel Natur zu sehen geben, sowohl im immersiven 360-Grad-Kino als auch auf der klassischen Leinwand. Darunter „La Pietá“, was vielleicht nicht sehr isländisch klingt, aber ein spanisch-litauisch-isländischer Dokumentarfilm ist über ein altes Bauernhaus und inzwischen verstorbene Geschwister, die die Entwicklung der isländischen Gletscher dokumentierten. Inklusive historischer Aufnahmen und des heute bekannten Gletscherfotografen Ragnar Axelsson.

Elemente in Bewegung

Ein anderer Film über das sich wandelnde Klima ist „Feuer, Wasser, Erde, Luft“ – die Elemente, die in Bewegung gekommen sind, von Waldbrand bis Überschwemmung, von Erdrutsch bis Sturm. Diese grenzübergreifende nordische Doku zeigt verschiedene Menschen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, und versuchen, etwas zu tun. 

Die Flagge mit der roten Sonne

Erfalasorput. Foto Johannes Müller

Wie die grönländische Flagge aussieht, dürfte inzwischen bekannt sein, nachdem die Insel „dank“ Donald Trump kaum aus den Schlagzeilen kommt. Die Flagge ist noch nicht sehr alt – der Künstler Thue Christiansen entwarf sie 1985, er starb vor vier Jahren. Johannes Ujo Müller hat einen Film über die „Erfalasorput“ gedreht, in dem der Künstler noch selbst zu Wort kommt, und die zum Symbol für den Drang zur Selbstbestimmung des Landes geworden ist.

Wenn Artefakte nach Hause kommen

Den Schwerpunkt Sápmi hat Ehrenpreisträgerin Anne Lajla Utsi kuratiert.  Zu den fünf ausgewählten Filmen gehört „Mácchan“ – „Homecoming“ von Suvi West über die Rückführung samischer Artefakte aus europäischen Museen. Der Film zeigt, welche Emotionen dies weckt und welche Rolle diese Gegenstände noch heute für die kulturelle identität spielen. 

Über den Tod hinaus

Eine Matrosengeschichte/No Rest for the Wicked. Foto Salzgeber

Die dänisch-färöische „Matrosengeschichte“ von Kasper Kalle, international „No Rest for the Wicked“, ist ein etwas ungewöhnlicher Einschlag im Familienthema. Nicht nur, dass es sich um eine schwule Liebesgeschichte auf den Färöern im 19. Jahrhundert handelt. Sie endet auch nicht mit dem Tod, sondern im Vampirismus. Die Vorlage dafür ist übrigens eine Novelle namens „Manor“ von Karl Heinrich Ulrichs aus dem Jahr 1884 / 1885.

Das gesamte Programm: https://nordische-filmtage.de/de

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Heute schwerer Sturm auf Island erwartet

Island. Auf Island wird heute ein schwerer Sturm, je nach Region mit Regen, Schnee oder beidem erwartet. Besonders betroffen sind nach den Prognosen Nordwest- und Südwest-Island. Es besteht die Gefahr, dass Straßen gesperrt werden. Aktuelle Infos dazu bei road.is. Aufgrund des Sturms ließen die Behörden auch das Schiff „Bandero“ der Paul Watson Foundation von Akranes zurück nach Reykjavík schleppen. Update 20.50 Uhr: Es gab massive Sachschäden, Stromausfälle, eingestellte Inlandsflüge und Straßensperrungen.  

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Kallak-Firma in finanziellen Schwierigkeiten

Jokkmokk (Schweden). Das britische Unternehmen Beowulf, das in Kallak bei Jokkmokk eine Erzgrube eröffnen wollte, hat den Handel mit seinen Aktien gestoppt. Anlass ist eine geplatzte Finanzierung nach einer längeren Prüfung bei der schwedischen Inspektion für strategische Produkte, ISP. Darüber berichtete unter anderem SVT.

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Arbeiten für Google-Rechenzentren gestoppt: Genehmigung fehlt

Finnland. Anfang September kündigte Google eine Investition von 13 Milliarden Euro in Finnland an, unter anderem für drei neue Rechenzentren. Inzwischen ist klar: Der US-Konzern besaß die Grundstücke längst und hatte in Muhos und Kajaani sogar schon angefangen, sie abzuholzen – ohne die notwendigen Genehmigungen. Die finnischen Behörden haben diese Arbeiten nun gestoppt. Darüber berichtete Yle. 

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Island berät über „Infrastrukturabgabe“ für Touristen

Island. Die isländische Regierung hat eine „Infrastrukturabgabe“ für Touristen vorgeschlagen, die den sogenannten „Golden Circle“ besuchen. Viele Tourismus-Akteure, so berichtet RÚV, lehnen diese allerdings ab.

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Norwegen: Neues marines Schutzgebiet Andfjorden

Andøy/Senja/ Harstad (Norwegen). Der Andfjord ist nun Norwegens größtes marines Schutzgebiet.  Der neue Status wurde von der Regierung eingerichtet und soll sicherstellen, dass auch kommende Generationen die vielfältige Natur dort über und unter Wasser genießen können. Damit soll aber auch die Koexistenz von Fischerei, Militär und Raumfahrt geregelt werden.

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