Extratouren mit Snälltåget nach Trondheim und Narvik

Schweden. Snälltåget baut sein Streckennetz aus – sowohl für reguläre Touren als auch für Sonderfahrten. Anfang September können Reisende dabei sein, wenn Snälltåget erstmals testweise über die frisch elektrifizierte Strecke von Schweden nach Trondheim rollt. Ende November kann man dann ausnahmsweise durchgehend von Malmö bis Narvik fahren – und nach drei Tagen wieder zurück.

Rote Lok im Bahnhof

Snälltåget in Malmö.

Die Elektrifizierung der Strecke Storlien-Trondheim war bereits voriges Jahr vollendet. Sowohl SJ als auch Norrtåg hatten daraufhin ihre Verbindungen aus Stockholm bzw. Sundsvall über Storlien hinaus nach Trondheim verlängern wollen. Das hatte die zuständige norwegische Behörde ( Jernbanedirektoratet) abgelehnt, wie järnvägar.nu damals berichtete – um den existierenden Verkehr auf der Strecke Storlien-Trondheim, der Meråkerbahn, zu erhalten. Deshalb muss man bis heute in Storlien umsteigen.

Testweise von Malmö nach Trondheim

Snälltåget nimmt nun einen neuen Anlauf für ein saisonales Angebot und testet dies am Wochenende 5./6. September. Da soll der Zug von Malmö  über Stockholm und Östersund nach Storlien bis Trondheim weiterfahren und dort umkehren. Dies ist aber nur ein Test, ob alles tatsächlich funktioniert. Wie järnvägar.nu berichtet, werden die meisten Wagen aber in Storlien abgekoppelt und dort gereinigt. Ob diese Verlängerung von Snälltågets Jämtland-Verbindung tatsächlich umgesetzt wird, wird später entschieden. 

Die Zeiten:

  • Abfahrt Malmö, 5. September, 15.35 Uhr, Stockholm 22.55 Uhr, Storlien 8.10 Uhr, Trondheim 10.30 Uhr
  • Abfahrt Trondheim, 6. September, 12.54 Uhr, Storlien 14.59 Uhr, Stockholm 23.35 Uhr, Malmö 7.40 Uhr.

Nordlichttrip von Malmö nach Narvik 

Nordlicht in Abisko

Die regulären Verbindungen nach Narvik sind halbiert worden. Ende November bietet Snälltåget nun für den 23./24. November eine Reise über die gesamte Länge des schwedischen Schienennetzes an, 2156 Kilometer: Zum Nordlichtgucken von Malmö über Stockholm nach Abisko, Björkliden und Narvik. Wer die ganze Strecke fährt, sitzt mehr als 24 Stunden im Zug. Ein Speisewagen ist dabei. Zurück geht es drei Tage später.

Die Zeiten:

  • Abfahrt Malmö: Montag, 23. November, 13.15 Uhr, Stockholm 18.55 Uhr, Abisko 14.45 Uhr, Narvik 16.34 Uhr
  • Abfahrt Narvik: Freitag, 27. November, 12.40 Uhr, Abisko 14.45 Uhr, Stockholm 8.35 Uhr, Malmö 14.45 Uhr.

Snälltåget ist ein privates Unternehmen und fährt ohne staatliche Zuschüsse. Die meisten Verbindungen sind deshalb nur saisonal.

Frühere Artikel zum Thema:

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Der norwegische König Harald ist tot

König Harald und Königin Sonja bei der Kranzniederlegung im Juni 2025 in Longyearbyen, Spitzbergen

Norwegen. König Harald von Norwegen starb heute morgen um 6.35 Uhr im Rikshospital in Oslo. Er war bereits seit zehn Tagen im Krankenhaus, und das, was darüber nach außen kommuniziert wurde, hatte bereits angedeutet, dass es diesmal ernst sein könnte. König Harald wurde 89 Jahre alt und galt als eine integrative Persönlichkeit. Er war 35 Jahre lang Norwegens Staatsoberhaupt. Sein Nachfolger ist sein Sohn Haakon, der nun automatisch König geworden ist.

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Morgen entscheidet Island über EU-Verhandlungen

Island. Morgen sind die Isländer zum Referendum aufgerufen: Soll Island die Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft wieder aufnehmen oder nicht? In den Prognosen liegen die beiden Seiten fast gleichauf. Die Regierung hat zugesichert, dass sie das Ergebnis repektieren wird. Das Referendum ist noch keine Abstimmung über einen tatsächlichen EU-Beitritt. Sollte es tatsächlich Verhandlungen über den EU-Beitritt geben, sollen die Wähler anhand der ausgehandelten Bedingungen entscheiden (aktualisiert).

Island in die EU?

Nach der aktuellsten Umfrage von Maskina, veröffentlich am 26. August, wollen 51, 3 Prozent mit „Ja“ stimmen und 48,7 Prozent mit „Nein“. Bei der neuesten Umfrage von Gallup dagegen, veröffentlicht gestern abend,  ist es umgekehrt. Wobei sieben bis acht Prozent auf beiden Seiten noch nicht ganz sicher sind und nur „wahrscheinlich ja/nein“ angekreut haben.

Nein-Seite versammelt unterschiedliche politische Kräfte

Die „Nein“-Seite, versammelt unter dem Motto „Áfram Ísland“  hielt gestern eine Kundgebung vor dem Parlament ab, wo auch zwei sehr gegensätzliche ehemalige Politikerinnen auftraten: Die frühere linksgrüne Premierministerin Katrín Jakobsdóttir ist ebenso gegen einen EU Beitritt – und damit auch gegen neue Verhandlungen – wie Áslaug Arna Sigurbjörnsdóttir, frühere Ministerin der (konservativen) Unabhängigkeitspartei. Auch die prominente Gewerksschaftsführerin Sólveig Anna Jonsdóttir, ehemalige Attac-Vorsitzende,  und Islands langjähriger Präsident Ólafur Ragnar Grímsson gehören zur Nein-Seite.

Furcht vor weniger Selbstbestimmung

Die Gründe dafür sind vielfältig: Gefürchtet sind zu viele Vorschriften aus Brüssel und weniger Selbstbestimmung, was insbesondere für Islands Fischereiindustrie nachteilig sein könnte – aber auch darüber hinaus.  Und während manche auf den Euro als stabile, starke Währung hoffen, würden andere lieber die isländische Krone behalten, um unabhängig von anderen bei Bedarf reagieren zu können.

Ja-Seite: Verhandlungsoptionen austesten

Die Partei, die sich am stärksten für einen EU-Beitritt ausspricht, ist die Reformpartei mit Außenministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir , die auch die Verhandlungen führen würde. Auch Premierministerin Krístrun Frostadóttir und ihre sozialdemokratische Allianzs ist Befürworterin. Es gibt eine Ja-Bewegung, Evrópuhreyfingaringin, sowie die Bewegung „Já til að SJÁ“ – die erst einmal das Verhandlungsergenbis mit der EU sehen möchte, bevor man darüber urteilt. Das ist das wichtigste Argument der Ja-Seite: Man müsse erst einmal Verhandlungen mit der EU führen, um zu sehen, welche Optionen für Island überhaupt möglich sind – und wenn nicht, könne man immer noch ablehnen. 

Nicht allein sein im Handelskrieg

Die Ja-Seite erhofft sich davon bessere Handelsbedingungen, eine verlässlichere Partnerschaft in kommenden Handelskriegen, als es der europäische Wirtschaftsraum bisher bietet- und nicht zuletzt eine bessere Position, sollte Donald Trump sein Auge das nächste Mal auf Island werfen. Klar ist allerdings auch, dass Island zu den Nettozahlern gehören würde. Die Regierung gibt an, dass die Beiträge an die EU bei umgerechnet ungefähr 57 Millionen Euro liegen würden.

Früherer Artikel zum Thema:

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Zwei deutsche Touristen als Brandstifter auf den Lofoten verurteilt

Lofoten (Norwegen). Vier Brände in neun Tagen im Umfeld des kleinen Örtchens Laukvik auf den Lofoten – da wurden die Ortsansässigen misstrauisch. Nun sind zwei junge deutsche Touristen vom Amtsgericht Salten und Lofoten für die Brandstiftung verurteilt worden: Einer zu acht Monaten Gefängnis, einer zu zwei Jahren und acht Monaten. Letzterer will das Urteil anfechten. Darüber berichtete NRK.

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Island: Tourist bei Stuðlagil tödlich verunglückt

Island. Ein Tourist stürzte am Montag bei Stuðlagil in Ostisland in den Fluss Jökulsá á Brú. Er wurde spätabends tot geborgen. Es war bereits der zweite tödliche Sturz dort innerhalb von zwei Jahren. Darüber berichteten RÚV und mbl.is. 

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Erstmals Wildschwein nördlich des Polarkreises erschossen

Rovaniemi/Kittilä (Finnland). Wildschweine nördlich des Polarkreises? Zumindest eins, das ein finnischer Jäger vergangene Woche in Lohiniva, an der Kommunegrenze Rovaniemi/Kittilä, geschossen hat. So weit nördlich gibt es noch keinen Bestand – aber mit dem wärmeren Klima rückt auch diese Tierart in den Norden vor.  Darüber berichtete Yle. 

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Fluglotsenstreik in Norwegen beendet

Norwegen. Der Streik der Fluglotsen in Norwegen ist beendet. Nach mehrstündigen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaft und die Arbeitgeber auf ein Ergebnis, das bisher nicht veröffentlich wurde. Alle Fluglotsen sind wieder im Einsatz, und der Luftverkehr soll sich langsam normalisieren.

Der Fluglotsenstreik ist beendet.

Der Fluglotsenstreik begann am Freitag und hatte über das Wochenende zu Hunderten von Ausfällen und Verspätungen sowie Tausenden betroffenen Passagieren geführt.  Knackpunkt der Verhandlungen war eine neue Pausenregelung, die die Fluglotsen haben wollten. 

Siehe auch: Norwegen: Fluglotsen im Streik – Verspätungen und Ausfälle

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Rentiertod auf Spitzbergen: Fettes Gras schuld?

Spitzbergen (Norwegen). Warum starben 13 Rentieren besten Alters zur besten Zeit des Jahres auf Spitzbergen? Tollwut und Vogelgrippe konnten ausgeschlossen werden. Die aktuelle Hypothese: Der frühe Frühling mit üppigem Futter ist den Tieren nicht bekommen. Allerdings war nur ein Kadaver so weit erhalten, dass eine vollständige Obduktion durchgeführt werden konnte. Darüber berichtete Svalbardposten.

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Island: Küstenwache holt kranke Passagiere von Kreuzfahrtschiffen

Island/Grönland. Krank auf dem Kreuzfahrtschiff in Ostgrönland? Oder bei Jan Mayen? Beide Fälle gab es gerade. Die Patienten wurden tatsächlich abgeholt – vom Hubschrauber der isländischen Küstenwache. Diese hatte in den vergangenen drei Tagen allein vier Einsätze weit außerhalb. Die Logistik ist dabei teilweise äußerst aufwendig, unter anderem, da die Reichweite des Helikoptertanks begrenzt ist. Darüber berichteten die Küstenwache (Landhelgisgæsla) selbst sowie RÚV und mbl.is. 

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Norwegen: Fluglotsen im Streik – Verspätungen und Ausfälle

Norwegen. Seit gestern sind die ersten Fluglotsen in Norwegen im Streik, in Oslo (Gardermoen) und Bergen (Flesland). Es kam bereits zu Ausfällen und Verspätungen im Flugverkehr. Für Dienstag ist eine Ausweitung des Streiks angekündigt. Darüber berichtete NRK .Update 21 Uhr: Heute (Samstag) fielen laut NRK 72 Flüge aus, inklusive solche aus dem/ins Ausland. Der Luftraum über Bergen und Stavanger ist von 18.45 Uhr bis 22.20 Uhr geschlossen. In Bergen müssen Hunderte Wartende auf dem Flughafen übernachten.

Aktuelles zu Fluglotsenstreik siehe: Fluglotsenstreik in Norwegen: Neue Verhandlungen laufen

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