Island: Streik bei Icelandair abgebrochen – neue Verhandlungen

Island. Der angekündigte und begonnene Streik der Flugzeugmechaniker von Icelandair ist am frühen Nachmittag abgebrochen worden. Die Gewerkschaft und der Arbeitgeber haben sich nochmal auf vier Wochen Verhandlungen geeinigt. Das meldete RÚV und auch die Gewerkschaft selbst. Zum Streik siehe Icelandair: Flugzeugmechaniker drohen mit Streik ab morgen

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Abkommen USA – Grönland – Dänemark unterschrieben

Grönland/Dänemark/USA. Tageland wurde darüber spekuliert – nun ist das Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland unterschrieben. Es gibt den USA die Möglichkeit, seine militärischen Aktivitäten in Grönland auszuweiten.  Grönlands Recht auf Selbstbestimmung und die territoriale Souveränität des Königreichs Dänemark würden dabei gewahrt, heißt es von Seiten Grönlands und Dänemarks. Beide Länder haben das Abkommen nun veröffentlicht. Darüber berichteten auch Sermitsiaq, KNR und DR.

Grafik mit drei Flaggen: USA, Dänemark, Grönland

Sieg der Diplomatie? Grafiken Flying Cloud Design/ Vectorportal

Das Abkommen entstand in den Verhandlungen, die im Januar beschlossen wurden und seitdem laufen – ungeachtet Donald Trumps diverser KI-generierter Social-Media-Postings. Die Unterschriftszeremonie fand nach einer Rede Trumps im UN-Gebäude in New York statt. Wie schon das Abkommen zwischen Dänemark und den USA von 1951 bezieht sich auch dieses auf das gemeinsame Verteidigungsinteresse im Rahmen der NATO-Mitgliedschaft. Der neue Text verweist zudem auf „Sicherheits-Herausforderungen in der Arktis und im hohen Norden als Folge verstärkter militärischer Aktivität ders Gegners“ sowie darauf, dass „die Sicherheitssituation in der Arktis in Veränderung“ sei und „mehr Aktivitäten in Zukunft notwendig seien, um die Sicherheit dort zu gewährleisten“.

Mehr US-Militärpräsenz

Konkret mündet dies in die Vereinbarung, dass die USA die Pituffik Space Base ausweiten darf, und dass sie neue militärische Einrichtungen in Narsarsuaq und Mestervig einrichten darf. Die Details müssen noch ausgearbeitet werden. Dabei soll Rücksicht auf lokale Bedürfnisse genommen werden und die lokale Wirtschaft soll profitieren. Narsarsuaq war früher schon einmal eine US-Militärbasis nun hat gerade seinen zivilen Flughafen verloren. In Mestervig in Nordostgrönland gibt es eine kleine dänische Einrichtung. Bereits das alte Abkommen aus der Zeit des Kalten Krieges  hatte den USA sehr weitgehende Rechte bezüglich der Militärpräsenz eingeräumt. Die Präsenz wurde dann aber nach Ende des Kalten Krieges zurückgefahren.

Beschränkung für Investoren

Nur Nato-Mitglieder sollen eventuelle militärische Strukturen auf Grönland aufbauen dürfen. Investitionen in kritische Infrastruktur soll nur von Unternehmen aus NATO-Ländern, Partnern oder EU-Ländern geliefert werden dürfen, um sicherzustellen, dass kritische Informationen nicht in falsche Hände geraten. Laut dänischer Analysten ist dies aber kein „Veto-Recht“. 

Staatschefs zurfrieden mit dem Abkommen

Für den grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen ist das Abkommen gut, weil es explizit Grönlands Recht auf Selbstbestimmung anerkennt:“ Gleichzeitig werden wir als Teil unserer gemeinsamen Sicherheit in der Arktis anerkannt.“  Das Abkommen benennt außerdem die Absicht, dass Grönland bei einer eventuellen Selbstständigkeit auch NATO-Mitglied wird oder bleibt. 

Auch Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen ist zufrieden, „denn das Abkommen stärkt unsere gemeinsame Verteidigung und Sicherheit. Und ist tief in der NATO-Zusammenarbeit verankert.“ Außerdem respektiere das Abkommen „die Souveränität des Königreichs, seine territoriale Integrität und das Selbstbestimmungsrecht der Grönländer.“

Grönland: Erleichterung

Über die Interpretation und die Bedeutung des Abkommesn wird sicher in den kommenden Tagen noch diskutiert werden. Auf grönländischer Seite wird zunächst die Erleichterung deutlich: „Die grönländische Bevölkerung kann aufatmen“, so der grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen, der zusammen mit Außenminister Múte B. Egede in New York war.

Der Text des Abkommens liegt auf Englisch, Dänisch und Grönländisch vor. 

Darauf geht das Abkommen zurück: Diplomatie-Versuch in Washington: Lösung durch Arbeitsgruppe?

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Icelandair: Flugzeugmechaniker drohen mit Streik ab morgen

Island. Die Flugzeugmechaniker von Icelandair haben angekündigt, am 23. September in einen unbefristeten Streik zu gehen – also heute um Mitternacht. Dies hätte umfangreiche Folgen für Reisende wie Gütertransport. Es sind bisher auch keine weiteren Gesprächstermine eingeplant, um den Streik doch noch abzuwenden. Darüber berichtete RÚV.

Update 23.9.16 Uhr: Der Streik begann um Mitternacht, ist jetzt aber für vier Wochen ausgesetzt. In dieser Zeit soll neu verhandelt werden.

Icelandair hier noch in Betrieb

Die Flugzeugmechaniker von Icelandair drohen schon länger mit Streik, weil sie sich mit dem Arbeitgeber nicht einig werden. Dabei geht es zum einen um Geld, zum anderen will Icelandair Bedingungen durchsetzen, die für die Gewerkschaft nicht akzeptabel sind. Die alte Vereinbarung ist seit Monaten ausgelaufen. Sie stammt aus dem Jahr 2020, zu Coronazeiten. Damals habe man Rücksicht auf die schwierigen Bedingungen der Airline genommen, hei8t es auf der Website der Gewerkschaft. Es habe sich jedoch gezeigt, dass vergleichbare Berufe in dieser Zeit eine bessere Lohnentwicklung gehabt hätten.

Breite Zustimmung der Mitglieder für den unbefristeten Streik

Neben dem Geld sind auch die Bedingungen wichtig. Icelandair wolle zukünftig mehr Subunternehmer nutzen, in die Schichtpläne eingreifen und auch Schichten kürzen. All dies könne sich negativ auf das Familienleben und den Geldbeutel auswirken, so die Gewerkschaft. 88,3 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder stimmten für den unbefristeten Streik. 92 Prozent der Mitglieder hatten sich an der Abstimmung beteiligt.

Bisherige Vermittlungsversuche vergeblich

Bisherige Vermittlungsversuche eines vom Staat eingesetzten Mediators waren vergeblich. Die Gehaltsvorstellungen lägen sehr weit auseinander, heißt es von Icelandair.  Um diese Jahreszeit hat Icelandair etwa 110 Fläge täglich. Ein Streik würde die Fluggesellschaft massiv schädigen. Nach Darstellung des Gewerkschafters hat Icelandair aber keinen neuen Verhandlungstermin ausgemacht. 

Icelandair bietet den Kunden zurzeit Umbuchungen für die Zeit des Streiks an.

Update 23,9. 16 Uhr: Der Streik begann zwar um Mitternacht, ist jedoch inzwischen ausgesetzt. Wie RÚV und auch die Gewerkschaft selbst berichten, soll noch einmal auf Basis der am Wochenende vorgelegten Vorschläge verhandelt werden. Die Nachmittags- und Abendflüge sollten deshalb wieder nach Plan verlaufen.

Mehr zu Island:

Island: Mehrheit gegen Verhandlungen mit der EU

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Vier Angeltouristen vor Averøya vermutlich umgekommen

Averøya (Norwegen). Vier ausländische Angeltouristen kehrten am Freitag nicht zurück in den Hafen von Averøya (Møre og Romsdal). Inzwischen wurde das Boot kieloben treibend und eine der Personen tot aufgefunden.  Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert – und erneut hat eine Diskussion über die Sicherheitsstandards im Angel-Business begonnen. Darüber berichtete NRK.

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Ausnahmsweise offline…

Seht gerne morgen wieder rein!

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Eisbär statt Kabeljau-Nachwuchs angelockt

Spitzbergen (Norwegen). Wissenschaftler des norwegischen Meeresforschungsinstitutes wollten herausfinden, wie viel Kabeljau-Nachwuchs in den Fjorden Spitzbergens schwimmt. Dazu platzierten sie in den Fjorden jeweils einen Hering als Köder, eine Kamera, eine Reuse und eine Boje als Markierung. Bei Hornsund lockten sie jedoch ein ganz anderes Tier an: einen Eisbären. Darüber berichtet das Institut auf seiner Website und bei Svalbardposten. 

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Finnland: 200 Kilometer Grenzzaun fertiggestellt

Finnland. Die finnisch-russische Grenze ist seit knapp drei Jahren komplett geschlossen. Um auch illegale Grenzübertritte zu verhindern, sind inzwischen insgesamt 200 Kilometer Zaun an den wichtigsten Punkten fertiggestellt worden, vor allem im südlichen Teil.  Darüber berichtete Yle (finnisch, englisch, schwedisch). Einzelne versuchen es trotzdem, durch die Wildnis von Russland nach Finnland zu kommen.

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Schweden: Letzte Stimmen ausgezählt – der Vorsprung bleibt

Schweden. Gestern wurden die Briefwähler aus dem Ausland und verspätet gelieferte Frühwähler-Stimmzettel ausgezählt. Die allerletzten Ergebnisse kamen erst heute Mittag. Der Oppositionsblock blieb letztlich mit drei Sitzen vor den bisherigen Regierungs- und Stützparteien. Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson dürfte also den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen – und das dürfte schwierig werden. Update 15 Uhr: Ulf Kristersson ist als Premierminister zurückgetreten.

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Islands erster Windpark jetzt in Betrieb

Island. Islands erster Windpark, Vaðölduver, wurde gestern in Betrieb genommen – bei schönstem Sonnenschein, aber wenig Wind. Von den insgesamt 28 Anlagen stehen bisher erst 14, die übrigen sollen im kommenden Jahr aufgestellt werden. Darüber berichtete RÚV und Betreiber Landsvirkjun selbst.

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Grönlands neuer Nationalpark heißt jetzt „Pilivik“

Grönland. Gestern wurde Grönlands neuer Nationalpark in Westgrönland offiziell eingeweiht und erhielt einen grönländischen Namen: „Pilivik“. Das meldete die Regierung. Der Park umfasst 22 000 Quadratkilometer zwischen Kangerlussuaq und der Disko-Bucht. Er ist weiterhin offen für die traditionelle Nutzung, mit Ausnahme einiger Gebiete zu bestimmten Zeiten. 

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