Härjedalen (Schweden). Als die beiden Männer nicht wie angekündigt von ihrer Angelreise zurückkamen, schlugen die Angehörigen Alarm. Die Polizei fand die beiden tot in ihrem Zelt. Nach der Obduktion ist nun klar: Sie starben an Kohlenmonoxidvergiftung. Sie hatten einen Kamin im Zelt, dessen Abzug aber nicht montiert war. Darüber berichtete SVT.
Die beiden Männer, um die 30 und Mitte 50 Jahre alt, aus der Region Gävleborg in Schweden, waren am 10. Juli von den Angehörigen vermisst gemeldet worden. Sie waren zum Angeln bei Långå in Härjedalen unterwegs gewesen. Die Polizei fand sie noch am selben Tag tot in ihrem Zelt und ordnete eine rechtsmedizinische Untersuchung an.
Die beiden Männer hatten einen Kamin in ihrem Zelt gehabt, das laut SVT ein etwas größeres Modell war, und auch benutzt. Er war allerdings nicht vollständig installiert. Die Polizei schreibt in ihrer Meldung: „Im Zelt stand ein Kamin, dessen Rauchabzug abgenommen war und daneben lag“. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab nun, dass die beiden an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben waren.
Mehrere tödliche Unfälle durch Kohlenmonoxid im Zelt
Tödliche Unfälle im Zusammenhang mit Koch- oder Heizgerät in Zelten und kleinen Räumen gab es in den vergangenen Jahren allein im Norden mehrere:
- Im vergangenen Jahr waren drei Menschen in Schweden durch Kohlenmonoxid beim Camping gestorben, zwei Männer im Zelt und eine Frau in einer Rasthütte. In diesen beiden Fällen waren Campingkocher die Quelle des Kohlenmonoxids.
- Anfang Juli wurde auf Island ein Paar bewusslos in seinem Zelt gefunden, das ein gasbetriebenes Heizgerät verwendet hatte. Der Mann verstarb noch vor Ort, die Frau fünf Tage später im Krankenhaus.

