Naturreservat Grótta vor Seltjarnes ausgeweitet

Seltjarnes (Island). Das Naturreservat rund um die Insel Grótta vor Seltjarnes ist ausgeweitet worden: Nun steht die ganze Bucht Seltjörn zwischen Grótta und dem Golfplatz unter Schutz. Mit Rücksicht auf die Vogelpopulation darf dort während der Brutzeit kein Wassersport betrieben werden. Darüber berichtete unter anderem RÚV.

Minister Jóhann Páll Jóhannsson unterschreibt vor Ort. Foto Stjórnarráðið

Grótta ist eine Insel, seit eine Sturmflut 1799 das Stück Land von Island abtrennte. Grótta ist heute bei Ebbe über einen Damm zu erreichen, es steht ein Leuchtturm auf der Insel. Die Bucht zwischen Grótta und dem Golfplatz ist flach und den Gezeiten ausgesetzt, ein wichtiges Ökosystem in der Umgebung von Reykjavík. Dort brüten Küstenseeschwalben, Austernfischer, Eiderenten, Graugänse, Sandregenpfeifer und Rotschenkel. Der neue Status soll die Vögel im Bereich Seltjörn umfassender schützen. Insgesamt ist das Schutzgebiet 1,5 Quadratkilometer groß.

Nicht alle sind glücklich über den neuen Status. Denn gleichzeitig ist die Bucht ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Hauptstädter, unter anderem für Wassersport. Vom 1. Mai bis zum 31. Juli ist es nun aber nicht mehr erlaubt, in der Bucht zu surfen oder zu kiten, damit die Vögel mehr Ruhe haben. Das Betreten der Insel Grótta während der Brutzeit war schon in der Vergangenheit nicht erlaubt gewesen.

Parkplatz Grótta auch bekannt bei Nordlichtjägern

Bekannt ist Grótta aber auch bei Nordlichtjägern. In klaren Winternächten treffen sie sich auf dem Parkplatz vor Gótta, um der Lichtverschmutzung in der Hauptstadt zu entgehen und von dort in den dunklen Himmel sehen zu können. 

Übersetzung einiger Vogelnamen berichtigt

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