SMR-Pläne bei Ringhals weiter, Karlshamn sagt nein zu SMR

Schweden. Die schwedische Regierung möchte neuer Atomkraft auf allen Ebenen den Weg ebnen. Deshalb soll der Staat nun auch direkt als Investor für neue Reaktoren in Ringhals einsteigen. Bei einem anderen potenzielle Atom-Standort, Karlshamn, haben sich die Einwohner aber gerade in einem Volksentscheid mehrheitlich gegen ein neues Atomkraftwerk ausgesprochen. Darüber berichtete unter anderem SVT. 

Visualisierung von SMR bei Ringhals auf der Värö-Halbinsel. Grafik Rolls Royce

Gestern gab das Videberg-Konsortium bekannt, dass es die neuen Atomkraftwerke am Standort Ringhals bei Varberg mit SMR-Reaktoren von Rolls Royce ausstatten will.  Videberg Kraft besteht aktuell aus dem staatseigenen Energiekonzern Vattenfall (80 Prozent), der auch die beiden alten Atomkraftwerke in Ringhals betreibt, und einem Zusammenschluss von neun großen schwedischen Industrieunternehmen (20 Prozent), darunter Volvo, Saab , SSAB und ABB. Die Regierung beabsichtigt, dort als Mehrheitseigner direkt einzusteigen, und hat entsprechende Mittel dafür gerade im Nachtragshaushalt verankert – allerdings erst für 2027, also für die Zeit nach der Wahl. 

Videberg Kraft wählt Reaktoren von Rolls Royce

Vattenfall, bzw. Videberg Kraft, möchte am Standort Ringhals (Värö-Halbinsel bei Varberg) drei kleine Atomkraftwerke mit jeweils 470 MW nach dem SMR-Prinzip (Small Modular Reactor) bauen. Die Reaktoren dafür sollen von Rolls Royce kommen, einem britischen Hersteller, dessen Reaktoren bisher in U-Booten eingesetzt wurden. Bisher sind noch keine landbasierten SMR-Reaktoren in Betrieb. 

Karlshamn: 60,9 Prozent gegen Atomkraftwerk in der Nähe

Während die Haltung der Einwohner im Umfeld von Ringhals mehrheitlich positiv gegenüber neuen Reaktoren ist, zumindest nach der von Vattenfall in Auftrag gegebenen Untersuchung, sieht es in Karlshamn anders aus. Dort gibt es bisher kein Atomkraftwerk. Ein neues Unternehmen namens Kärnfull next, das zum Ziel hat, neue Atomkraftwerke nach dem SMR-Prinzip zu entwickeln, hätte gerne auch in Karlshamn geplant. Die dort regierenden Moderaten waren auch dafür, die Opposition dagegen. Am Sonntag durften die Einwohner dann darüber darüber abstimmen. Das Ergebnis laut Kommune:

  • 60,9% stimmten mit nein
  • 37% stimmten mit ja
  • 2% enthielten sich.
  • Wahlbeteiligung 48,4%.

Vetorecht für Kommunen bei Uranabbau aufgehoben

Seit Jahresbeginn ist in Schweden auch der Abbau von Uran wieder erlaubt. Dazu stehen bereits mehrere Unternehmen in den Startlöchern, zum Beispiel in Oviken in Jämtland. Die Einwohner fürchten dort um die Natur und um ihr Wasser. Das Parlament hat nun allerdings auf Antrag der Regierung – mit nur zwei Stimmen Mehrheit, 174 zu 172 Stimmen – das Vetorecht der Kommen in dieser Frage aufgehoben. Uran soll behandelt werden wie jedes andere Metall. Es soll allerdings noch untersucht werden, ob es ein Vetorecht für Alunschiefer geben soll, weil es dabei Unterschiede zu traditionellen Methoden geben kann.

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Neuer Raketenstart-Versuch heute für Isar Aerospace

Andøya (Norwegen). Die Polizei Nordland hat ein neues Zeitfenster für einen Start der Spectrum-Trägerrakete von Isar Aerospace angekündigt: Von heute bis Sonntag 21. Juni. Der erste Versuch soll heute Abend stattfinden. Straßen an Land und auch das nahe Seegebiet werden vorübergehend gesperrt. Klappt der Start diesmal, wäre es die erste Orbitalrakete aus Europa im All. Update: Der Versuch wurde wegen technischer Probleme abgebrochen. 

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Mehr Eisberge unterwegs – Auswirkungen auf die Tiefsee

Arktis. Immer mehr Eisberge treiben durch die Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen. Was zunächst ein subjektiver Eindruck war, konnten Forscher des deutschen Alfred-Wegener-Instituts (AWI) nun belegen. Diese vielen Eisberge erhöhen die Gefahren für die Schifffahrt. Das Geröll, das sie von Land mitbringen, verändert wiederum das Leben auf dem Meeresboden. Dazu ist nun ein Artikel in Nature erschienen.

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Gewerkschaft beendet Blockade gegen Nordic Unique Travels

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Noch ein Beerenunternehmer wegen Menschenhandels verurteilt

Finnland. Der frühere Geschäftsführer des Beeren-Unternehmens Polarica wurde vom Amtsgericht Lappland wegen 78 Fällen von Menschenhandel zu 2,5 Jahren Haft verurteilt. Seine thailändische Geschäftspartnerin muss neun Monate ins Gefängnis. Darüber berichtete Yle  (englisch, finnisch, schwedisch). Das Urteil wird aber voraussichtlich angefochten werden. 

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Hailuoto (Finnland). Das ging schneller als erwartet: Schon Ende Juni kann man voraussichtlich über Dämme und Brücken auf die Insel Hailuoto fahren. Die Fährfahrten werden dann eingestellt. Damit wird die Insel vor Oulu einfacher zugänglich. Darüber berichtete auch Yle.

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Reykjanes-Ereignisse: Kombi aus Magma und Plattentektonik?

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