Spitzbergen: Eisbär wollte in bewohnte Hütte einbrechen – erschossen

Spitzbergen (Norwegen). In der Nacht zu Donnerstag versuchte ein Eisbär, in eine bewohnte Hütte einzubrechen. Er wurde von jemandem darin erschossen. Der Eisbär wird nun obduziert und der Fall untersucht. Darüber berichteten Svalbardposten und NRK. Es ist das zweite Mal dieses Jahr, dass ein Eisbär erschossen wurde.

Dreieckiges SChild mit rotem Rand, darauf ein Eisbär.

Eisbären-Warnschild auf Spitzbergen

Bekannt ist bisher, dass es sich bei den Menschen in der Hütte um eine private Gruppe aus Spitzbergen-Bewohnern handelte, die dort übernachtete. Es wird aber nicht angegeben, wo genau „im nordwestlichen Teil der Insel Spitzbergen“ diese Hütte steht. Der Sysselmester wurde um 0.30 Uhr informiert. Der Helikopter des Sysselmesters rückte aus, die Polizei untersuchte den Ort und brachte den Bären zur Obduktion nach Longyearbyen. Jeder Vorfall, bei dem ein Eisbär erschossen wird, wird behördlich untersucht. Bisher ist noch nichts Näheres über das Tier bekannt. Es kommt häufiger vor, dass Eisbären in Hütten einbrechen, um dort nach Nahrung zu suchen, aber seltener, dass sie es versuchen, wenn Menschen darin sind.

Dies ist bereits der zweite Vorfall in diesem Jahr, bei dem ein Eisbär erschossen wurde. Im März wurde eine junge Bärin in der Agardhbukt erschossen. Die Untersuchung dieses Falls dauert noch an.

Eisbär erschießen lediglich in Notwehr erlaubt

Grundsätzlich sind Eisbären auf Spitzbergen geschützt. Sie dürfen lediglich in Notwehr erschossen werden. Bevor man einen tödlichen Schuss abgibt, soll immer erst versucht werden, das Tier mit Warnschüssen zu verjagen. 

Im vergangenen Jahr gab es nur einen Vorfall, bei dem ein Eisbär erschossen wurde. Damals hatte der Eisbär zwei Handwerker überrascht, die in Ny London Restaurierungsarbeiten an historischen Hütten durchführten. Der Bär wurde aus zwei Metern Entfernung erschossen. Die Polizei hielt die Notwehr für glaubhaft und stellte die Ermittlungen ein. 

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Walfänger haben schon 10 Wale erlegt – Watson-Schiff eingetroffen

Island. Vor Island braut sich etwas zusammen: Auf der einen Seite Kristján Loftssons Walfänger, die inzwischen schon zehn Finnwale erlegt haben. Auf der anderen Seite die Crew der Paul Watson Foundation mit dem Schiff Bandero, inzwischen in isländischen Gewässern, als „Operation 86“ unterwegs – damals wurden zwei von vier Walfangschiffen versenkt. Das Küstenwachschiff Þor soll „Leib und Leben schützen“. Darüber berichteten RÚV, Morgunblaðið und Vísir.

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Neue Bilder in der Galerie: Mitternachtssonne

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Die Nächte sind zurzeit hell im hohen Norden. Die Sommersonnwende ist noch nicht lange vorbei. Folgt mir auf einen Mitternachtsspaziergang zu verschiedenen Orten von etwas südlich bis weit nördlich des Polarkreises zur Mittsommerzeit. Die Taschenlampe braucht ihr nicht mitnehmen.

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Ende der landesweiten Festnetz-Telefonie in Finnland

Finnland. Festnetz adé – gestern hat Elisa, der letzte landesweite Telefonanbieter in Finnland, der noch ein kabelgebundenes Telefonnetz unterhielt, diesen Geschäftszweig eingestellt. 99,9 Prozent der Finnen verwenden Mobiltelefone. Für diejenigen, die weiter auf traditionelle Weise telefonieren wollen, gibt es technische Lösungen auf Mobilfunkbasis. Darüber berichtete Yle (schwedisch, englisch, finnisch).

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Straßenverbindung zur Insel Hailuoto jetzt fertig

Hailuoto (Finnland). Für die Bewohner der Ostseeinsel Hailuoto vor Oulu sind neue Zeiten  angebrochen: Seit gestern können sie das Festland über einen Damm und zwei Brücken erreichen – sie brauchen nicht mehr auf die Fähre warten. Das Großprojekt blieb außerdem innerhalb seines Kostenrahmens und wurde sogar früher fertig als geplant. Darüber berichtete unter anderem Yle. Der bisherige Fährverkehr ist nun eingestellt.

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Neues Museum in Kabelvåg: Mehr Platz für den Skrei

Kabelvåg/Lofoten (Norwegen). Wer Norwegen verstehen will, kommt am Fisch nicht vorbei. Vor allem nicht am wandernden Kabeljau, der im Frühjahr zum Laichen an die Lofoten-Küste kommt, Skrei genannt wird und über Jahrhunderte ein anstrengendes, aber lukratives Geschäft war und ist. Alles, was man darüber wissen muss, kann man ab morgen auch direkt vor Ort im neuen Museum in Storvågan/Kabelvåg lernen, das einfach SKREI heißt. 

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Gasalarm – wieder Baustopp für Stahlwerk in Luleå

Luleå (Schweden). Der Bau des neuen Elektro-Stahlwerks von SSAB in Luleå ist weiterhin von Problemen begleitet: Es gab bisher keine überzeugende Erklärung für die mehr als 30 Krankheitsfälle von Bauarbeitern. Die Bauarbeiten waren deshalb zeitweise gestoppt worden. Seit Freitagabend steht wieder alles still: Ein Gasdetektor hatte Blausäure entdeckt. Darüber berichteten unter anderem SVT und Dagens Nyheter.

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PFAS-Wert in Spitzbergen-Rentieren hoch – besonders im Herbst

Spitzbergen (Norwegen). Spitzbergen liegt weit weg von jeder Großindustrie. Trotzdem haben die „Ewigkeitschemikalien“ PFAS den Weg dorthin gefunden. Sie lassen sich nicht nur in Raubtieren wie Eisbären nachweisen. Wie die Wissenschaftlern Malin Andersson Stavridis und ihre Co-Autoren nachweisen konnte, habe die Rentiere auf Spitzbergen sogar auffällig hohe PFAS-Werte, vor allem im Oktober, nach der vollen Weidesaison. Der wissenschaftliche Artikel dazu ist in Evironmental Science & Technology erschienen, es berichtete auch forskning.no.

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Ab 10. August: Bahnverbindung Haparanda-Oulu

Finnland/Schweden. Gerüchte gab es schon länger, nun ist es offiziell: Ab dem 10. August wird es erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten wieder Bahnverkehr zwischen Finnland und Schweden geben.  Dann startet die Verbindung Oulu-Tornio-Haparanda. Das meldete gestern die finnische VR. Haparanda wird wieder der Umsteigebahnhof zwischen dem breiteren finnischen und dem schwedischen Schienennetz. Ab dem 30. Juni sollen die Fahrkarten erhältlich sein. Die neue Verbindung wird mit Aktionen an den Bahnhöfen eingeweiht.

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