Weniger Toiletten und Feuerholz an finnischen Wanderwegen

Finnland. Gut markierte Wanderwege, Rastplätze und Übernachtungshütten mit Trockentoiletten machen es in Finnland einfach, sich für kürzere oder längere Zeit hinaus in die Natur zu begeben. Doch das Budget der Forstbehörde (Metsähallitus) für den Unterhalt dieser Infrastruktur wurde massiv gekürzt. Um Geld zu sparen, werden nun etwa acht Prozent der Serviceleistungen eingespart – Hütten und Toiletten geschlossen und Grillplätze nicht mehr mit Feuerholz beliefert. Zur Planung einer Route kann man sich vorab auf luontoon.fi über die aktuelle Situation informieren. 

Hütte mit Holzstapel

Guter Service: Holz bereit zur Nutzung.

Metsähallitus ist zuständig für rund 13 000 Kilometer Wanderwege und etwa 30 000 Bauwerke, vom Windschutz bis zum Servicegebäude. Doch im Laufe weniger Jahre wurde das Budget für den Unterhalt um 15 Millionen Euro gekürzt, berichtete jüngst Yle. Das hat Auswirkungen: Der für die Nutzer kostenlose Service wird ausgedünnt.

In der Regel pflegt Metsähallitus die Rastplätze im Wald nicht selbst, sondern vergibt Aufträge an lokale Unternehmen. Zuerst gestrichen werden nun die Maßnahmen, bei denen der Vertrag ausgelaufen ist, wo die Einrichtungen in schlechtem Zustand sind oder wo andere Anlagen nicht allzu weit weg sind. Eine Liste darüber gibt es auf der Website von Metsähallitus (finnisch, schwedisch). Über den aktuellen Stand auf einer ausgewählten Strecke kann man sich auf der Website luontoon.fi informieren.

Die Feuerholz-Frage

Rastplätze, die nicht mehr unterhalten werden, werden dabei nicht sofort abgerissen, aber das noch vorhandene Feuerholz ist in absehbarer Zeit aufgebraucht. Eventuell muss/kann man eigenes Holz mitnehmen. Es besteht die Möglichkeit, dass im Einzelfall auch Kommunen einspringen und den Service aufrechterhalten. Mehr zum Thema Lagerfeuer und Brennmaterial hier.

Naturzentren werden abgegeben

Schon länger überprüft Metsähallitus auch die unterhaltsintensiven Naturzentren, die in Nationalparks und an anderen wichtigen Stellen Informationen und manchmal auch Gastronomie bieten. Es wurden schon Gebäude verkauft, andere werden von Kommunen weiterbetrieben.

Neues Naturzentrum Pallastunturin lähtöportti ohne Personal

Eine Ausnahme ist das im Februar eröffnete Zentrum am Eingang zum Nationalpark Pallas-Yllästunturi. „Pallastunturin lähtöportti“ ist rund um die Uhr geöffnet, bietet Schutz, Toiletten und Information, darunter auch Wettervorhersagen und Lawinenwarnungen auf digitalen Bildschirmen. Es wird aber kein Personal dauerhaft vor Ort sein. Es gibt allerdings eine Kameraüberwachung. Das frühere Gebäude vor Ort hatte wegen eines Schadens abgerissen werden müssen. 

Früherer Artikel zum Thema:

Finnische Behörde schließt fünf Naturzentren, weil sie sparen muss

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Kirunas neues Schwimmbad ist jetzt in Betrieb

Kiruna (Schweden). Ein weiterer Meilenstein in Kiruna ist erreicht: Gestern wurde nach wiederholten Verzögerungen das neue Schwimmbad, genannt Midnattssolbadet, eröffnet. Die Bewohner kamen zahlreich, um es zu testen. Bleibt nur noch ein Problem: Die Rechnung von insgesamt 1,37 Milliarden SEK (130 Millionen Euro). 

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Mit dem Zug nach Oslo – Optionen 2026 und 2028

Die deutsche, dänische und norwegische Bahn kündigten gestern eine neue Direktverbindung an: Berlin-Oslo, über Hamburg, Kopenhagen, Malmö und Göteborg. Der Zug soll tagsüber fahren. Der Beginn ist für 2028 geplant. Schon diesen Sommer, am 15. Juni, startet dagegen die Oslo-Verbindung von Snälltåget, angeschlossen an den Nachtzug nach Schweden.

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Island bekommt seinen ersten Windpark: Vaðölduver

Island. Lange und schwere Fahrzeuge rollen zurzeit Nacht für Nacht vom Hafen Þorlákshöfn 130 Kilometer ins Inland. Es handelt sich um Teile des zukünftigen Windparks Vaðölduver – dem ersten Windpark auf Island überhaupt. Ende 2027 sollen südlich des Stausees Sultartangalón 28 Windräder stehen. Darüber berichtete unter anderem RÚV.

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Mysteriöse Aktion in Nuuk: 200 000 Dollar für eine Unterschrift

Nuuk (Grönland). Ein mysteriöser älterer Mann mit amerikanischem Akzent sammelte in den vergangenen Tagen Unterschriften in Nuuk und versprach den Unterzeichnenden 200 000 US-Dollar. Ziel der Unterschriftensammlung soll der Beitritt Grönlands zu den USA gewesen sein. Das berichten KNR und Sermitsiaq. Auch wenn nur zwei Fälle konkret bestätigt sind, erregten die Berichte aufgrund der Vorgeschichte Aufmerksamkeit. Botschaft und Konsulat der USA bestritten gegenüber den Medien, dass es sich dabei um eine Person im Auftrag der US-Regierung handele. Update 21 Uhr/Nachtrag: Sermitsiaq, DR und KNR haben mit dem Mann gesprochen (siehe unten).

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Forschungsprojekt: Strategien arktischer Orte im Klimawandel

Grönland/Island/Norwegen. Wie bereitet man sich darauf vor, dass der Piteraq öfter und stärker kommt als früher? Wenn der Permafrost taut? Wenn es mehr Erdrutsche und Lawinen gibt? Abgelegene arktische Siedlungen erleben längst den Klimawandel und müssen Strategien finden, um damit umzugehen. Ein Forschungsprojekt sammelt und entwickelt diese gemeinsam mit den betroffenen Kommunen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Tasiilaq (Grönland), Longyearbyen (Spitzbergen, Norwegen) sowie Seyðisfjörður und Neskaupstaður (Island). Das Projekt „Sustainable and Resilient Communities in remote settlements in the Arctic in the Age of Climate Change „ wird finanziert von Nordforsk, einer Einrichtung des Nordischen Rates.

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Norwegen sucht mehr Gas und Öl – und öffnet alte Brunnen

Norwegen. Mehr Gas, mehr Öl, mehr Kondensat: Norwegens Regierung setzt weiter auf fossile Energien. Dabei werden nicht nur viele neue Gebiete für die Ölsuche angeboten – auch drei alte Gasfelder, die vor fast 30 Jahren geschlossen wurden, sollen reaktiviert werden. Hintergrund ist die hohe Nachfrage nach diesen Energieträgern, unter anderem aus Deutschland, aufgrund der Kriege. Darüber berichtete auch NRK. 

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Letzte Stunden Elch-TV

Schweden. Heute um 23 Uhr schaltet SVT die Kameras am Ångermanälven ab, und „die große Elchwanderung“ als Livesendung ist vorbei. Das Team hatte früher begonnen zu senden, da schon Elche vor Ort beobachtet wurden, und es beendet die Sendung vorzeitig, da die große Mehrheit der erwarteten Elche schon auf der anderen Seite ist. Es würden nur noch vereinzelt Tiere erwartet, so Projektleiter Johan Erhag. Bis inklusive heute schwammen 42 Elche bei Kullberg über den Angermanälven.   Das ist zwar weit entfernt vom Rekordergebnis von 2014 (87)  aber auch nicht das schlechteste bisher (21). Eine Zusammenfassung mit mehrere Flussquerungen ist hier zusehen: https://www.svt.se/nyheter/lokalt/vasterbotten/se-algarnas-sim-over-alven-pa-en-minut

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Letzte norwegische Kohlegrube auf Spitzbergen nun verschlossen

Longyearbyen/Spitzbergen (Norwegen). Der letzte Handschlag ist getan: Gruve 7, die letzte aktive norwegische Kohlegrube, ist nun verschlossen. Der Schlüssel wurde in den Grubeneingang geworfen. Damit ist der norwegische Kohlebergbau auf Spitzbergen endgültig Geschichte. Darüber berichteten Svalbardposten und NRK.

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Auch diesen Sommer kein Nachtzug auf der Nordlandsbahn

Trondheim/Bodø (Norwegen). Bodø liegt am nördlichen Ende des norwegischen Bahnnetzes. Aber seit dem Erdrutsch bei Nesvatnet im August 2025 war der Ort nicht mehr mit einem durchgehenden Zug von Trondheim zu erreichen. Das soll sich im Laufe des Juni ändern. Aufgrund des weiterhin bestehenden Lokmangels wird es jedoch auch diesen Sommer keine Nachtzüge auf der Nordlandsbahn zwischen Trondheim und Bodø geben. Das meldete NRK.

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