Die beiden ältesten Reaktoren in Kola sollen ersetzt werden

Kola-Halbinsel (Russland). Die beiden ältesten Reaktoren des Atomkraftwerks Kola laufen seit mehr als 50 Jahren. Es sind die letzten des alten Reaktortyps WWER 440/230. Die russische Aufsichtsbehörde Rostechnadsor hat nun den Bau von zwei neuen Reaktoren in der Nähe genehmigt, die die beiden alten langfristig ersetzen sollen. Der Standort befindet sich gut 100 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt. Darüber berichtete auch der Barents Observer.

Das AKW Kola liegt gut 100 Kilometer westlich der finnischen Grenze. Karte sel/openstreetmap

Insgesamt umfasst das Atomkraftwerk Kola bei Poljarnije Sori, etwa 150 Kilometer südlich von Murmansk, vier Reaktorblöcke. Die beiden ältesten stammen aus den 1970er Jahren und haben eine Leistung von je 440 MW. Es handelt sich um denselben Reaktortyp wie bei den alten in Lubmin. Zu den Mängeln dieses alten Designs hat unter anderem die internationale Atomenergiebehörde IAEA 1992 einen umfangreichen Bericht herausgegeben. Das AKW in Kola erhielt danach internationale Unterstützung zur Modernisierung und Absicherung, unter anderem von den Nachbarn Norwegen und Finnland. Nach weiteren Modernisierungen erhielten die beiden älteren Reaktoren Betriebsgenehmigungen bis 2033 bzw 2034. 

Neuer Reaktortyp WWER 600

Als Ersatz ist nun der Bau von zwei neuen Reaktoren in der Nähe genehmigt worden. Diese werden die ersten vom neuen Typ WWER 600 sein. Ein Vertreter der finnischen Atomaufsichtsbehörde  äußerte sich darüber gegenüber Yle positiv – die neuen Reaktortypen seien in Übereinstimmung mit internationalen Standards entwickelt worden und es bedeute eine Verbesserung der Sicherheit, wenn die alten dadurch ersetzt würden. 

Laut der Pressemitteilung des Atomkraftwerks Kola soll der Baubeginn 2029 sein und die Hauptbauphase bis 2037. Später sollen auch die anderen beiden Blöcke durch Neubauten ersetzt werden.  

Frühere Artikel zum Thema:

Russland: Reaktor Kola 2 darf bis 2034 laufen 

 

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Neuer Ölfund in der Barentssee

Norwegen. Die norwegische Sockelbehörde meldet einen neuen Ölfund in der Barentssee. Das entdeckte Vorkommen liegt im weiteren Umfeld der Johan-Castberg-Brunnen, etwa sechs Kilometer entfernt. Es umfasst  1,2 bis 1,7 Millionen Standardkubikmeter  ausbeutbare Ölequivalente, was etwa 7,6 bis 10,5 Millionen Barrel entspricht. Das ist an sich nicht beeindruckend – doch die bereits vorhandene Infrastruktur, das System um das Produktionsschiff Johan Castberg, könnte eine Ausbeutung interessant machen. 

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Fähren Herjolfur und Baldur wieder mit voller Kraft im Dienst

Island. Aufatmen in den Westfjorden und auf den Westmännerinseln: Alle Fähren fahren wieder dort, wo sie sollen, und im geplanten Takt. „Herjólfur“ verkehrt nach langgezogenen Reparaturarbeiten wieder mit voller Motorkraft zwischen Landeyahöfn und Heimaey. Ersatzfähre „Baldur“ hat ihren gewöhnlichen Dienst am Breiðafjörður wieder aufgenommen. Darüber berichtete unter anderem RÚV.

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Levi: Schatzsuche beendet – Goldbarren gefunden

Levi (Finnland). Die Jagd nach dem versteckten Goldbarren in Levi ist vorbei: Ein 28-jähriger Finne aus Espoo fand ihn, nachdem der dritte Hinweis veröffentlicht war. Der kleine Goldbarren stammt von Agnico Eagle in Kittilä und hat einen Wert von 20 000 Euro. Das meldete Visit Levi. Eine neue Chance gibt es im kommenden Jahr: Da will Visit Levi die Aktion wiederholen.

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Norwegen am 22. Juli: Gedenken – und Zukunftssorgen

Norwegen. Gestern war der 15. Jahrestag des  Terroranschlags in Oslo und auf Utøya, bei dem der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik insgesamt 77 Menschen tötete. Es gab Gedenkfeiern für die Opfer an vielen Orten des Landes, in Oslo und Tromsø jeweils vor einem neuen  Mahnmal. Doch Überlebende und Hinterbliebene berichten von Drohungen, Hetze und wachsendem Rassismus – und der norwegische Sicherheitsdienst warnt, Breiviks Taten inspirierten heutige Jugendliche. Darüber berichtete auch NRK.

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Großbrand Drammen: Mann mit „Status als Verdächtiger“

Drammen (Norwegen). Der Großbrand in Krokstadelva bei Drammen ist inzwischen unter Kontrolle. Die ersten der Evakuierten, deren Haus noch nutzbar ist, durften wieder zurückkehren. Noch sind die Ruinen zu heiß, um darin Nachforschungen anzustellen. Ein Mann hat aktuell den Status als Verdächtiger. Die Polizei Süd-Ost betont aber, es gebe keine konkreten Hinweise darauf, dass etwas Strafbares geschehen sei. Darüber berichtete auch NRK.

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Schweden: Das neue Gesetz zur Information – oder Denunziation?

Schweden. Seit dem 13. Juli ist in Schweden ein Gesetz in Kraft, das manche als „Gesetz zur Informationspflicht“ bezeichnen und andere als „Denunziationsgesetz“ (angiverilagen). Konkret geht es darum, dass künftig Behörden von selbst melden sollen, wenn sie vermuten, jemand habe keine gültige Aufenthaltserlaubnis.  Ein aktueller Fall bestätigt bereits die Befürchtungen der Gegner.

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Ny Ålesund: Wenn das Touristenhandy die Messungen stört

Ny Ålesund/Spitzbergen (Norwegen). Damit das Geodätische Erdobservatorium des norwegischen Kartverket  in Ny Ålesund richtig arbeiten kann, herrscht 20 Kilometer um den Ort herum Funkstille. Die Benutzung von Geräten mit eingeschaltetem WLAN und Bluetooth ist nicht erlaubt, auch nicht für die Touristen. Doch es wird immer schwieriger, diese Regeln einzuhalten, denn immer mehr Geräte enthalten diese Funktionen. Darüber berichtete Svalbardposten. 

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Viele Zugvögel kommen jetzt früher nach Island

Island. Ein Großteil der Zugvögel erscheint heute früher auf Island als noch vor 40 Jahren. Darüber berichten Ökologe Tómas Grétar Gunnarsson und sein Vater Gunnar Tómasson in einem Artikel in NátturuFræðingurinn. Dabei können sie auf eigene Aufzeichnungen aus fast vier Jahrzehnten zurückgreifen: Gunnar Tómasson, Gärtner in Árnessýsla,  beobachtete die Vögel während seiner Arbeit und notierte die Zeiten. Darüber berichtete auch RÚV.

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Großbrand bei Drammen: Mehr als 100 Wohnungen zerstört

Drammen (Norwegen). Ein Brand in einem Reihenhaus in Krokstadelva in der Kommune Drammen entwickelte sich gestern zu einem Großbrand. Darüber berichteten unter anderem NRK und VG. wo es auch aktuelle Fotos und Videos gibt. Innerhalb weniger Stunden waren mehr als 100 Wohnungen im Ortsteil vernichtet. Nach bisherigen Berichten wurden alle Bewohner rechtzeitig evakuiert. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Update 13 Uhr: Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle, hat sich aber nicht auf weitere Häuser ausgebreitet. Es brennt auch im nahen Wald.

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