Nuuk (Grönland). Seit dem Herbst ist die Anzahl von Starts und Landungen pro Stunde auf dem Flughafen Nuuk aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt. Doch nun hat die Aufsichtsbehörde Nuuks lokales Fluglotsenkonzept genehmigt. Diese sind ab heute im Einsatz. Damit darf die Frequenz nun schrittweise erhöht werden. Darüber berichtete Sermitsiaq.
Die Frequenz auf dem Flugplatz von Nuuk ist zwar nicht mit der anderer Hauptstadtflughäfen zu vergleichen. Die dänische Verkehrsbehörde und Flugaufsicht (Trafikstyrelsen) beurteilte die Situation im September 2025 jedoch als kritisch und deckelte die Zahl der Operationen pro Stunde auf vier – maximal zwei davon durften Landungen sein. Das beschränkte die Kapazität insgesamt und erwies sich als ein Problem für diejenigen, die nicht in Nuuk wohnten, da sie teilweise ihre Reise nicht innerhalb eines Tages schafften.
Kombination von AFIS und TMA
Das neue Konzept sieht so aus: die eigentlichen Starts und Landungen werden wie bisher über das Fluginformationssystem AFIS (Aerodrome Flight Information Service) begleitet. Im Umfeld von Nuuk wird jedoch eine Luftraum-Kontrollzone, genannt TMA (Terminal Manoeuvring Area) eingerichtet. Der an- und abfliegende Verkehr wird durch die neu eingesetzten Fluglotsen so geregelt, dass es nicht zu kritischen Situationen kommt. Diesen Dienst übernimmt Personal des dänischen Dienstes Naviair, das sich auf den Einsatz seit Monaten vorbereitet. Dabei sollen TMA- und AFIS-Lotsen eng zusammenarbeiten. Die Frequenz darf deshalb in einem ersten Schritt auf acht Operationen pro Stunde ausgeweitet werden, später bis zu 15 pro Stunde.
Die Genehmigung kommt gerade rechtzeitig vor der Reisezeit im Sommer, wo auch mit mehr Flugverkehr in Nuuk zu rechnen ist.
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