Grönland. An einem geheimen Platz in Grönland liegt jetzt ein Haufen Rubine sicher verwahrt. Sie stammen aus der Konkursmasse von Greenland Ruby, und die grönländische Rohstoffverwaltung ließ sie aus Lagern in Indien und Thailand zurück nach Grönland bringen. Es ist nicht sicher, wer die Steine letztendlich verkaufen darf. Aber „wenn die Rubine dort verschwunden wären, hätte es keine realistische Chance gegeben, sie zu wiederzubekommen“, so Ministeriumsleiter Jørgen Hammeken-Holm. Darüber berichtete KNR.
Greenland Ruby, die grönländische Rubinmine, hatte im Herbst 2024 Konkurs angemeldet. Die Gesellschaft hat noch Schulden von 1,9 Milliarden DKK (250 Millionen Euro). Um diese zu decken, würden die Konkursverwalter gerne die verbliebenen Rubine verkaufen. Das war bisher nicht zu einem adäquaten Preis gelungen. Es soll sich dabei um noch nicht verarbeitete Steine minderer Qualität handeln.
Eigentumsverhältnisse müssen noch geklärt werden
Die grönländische Regierung war allerdings der Auffassung, dass die Steine nach dem Konkurs wieder dem Land Grönland zufielen, weil ja keine Lizenz mehr wirksam sei. Das sahen die Konkursverwalter erwartungsgemäß anders. Wie Hammeken-Holm gegenüber KNR berichtet, habe man sich aber darauf einigen können, die Rubine sicherzustellen, indem man sie zurück nach Grönland holte. Es sei eine größere Menge gewesen.
Rubine in Thailand sichergestellt
Grönländische Behördenmitarbeiter fuhren selbst nach Indien und Thailand, verpackten und plombierten die Kisten und sorgten für den Transport zurück nach Grönland. Nun sind sie an einem sicheren, geheimen Ort verwahrt, „um niemanden in Versuchung zu führen“.
Ob die Steine nun tatsächlich Grönland gehören oder ob die Konkursverwalter sie zur Deckung der Schulden verkaufen dürfen, soll bis zum Sommer geklärt werden, bei Bedarf juristisch.
Rubinmine ruht seit 2022
Da der Verkauf der Rubine nicht so schnell und so erfolgreich vor sich ging wie gewünscht, hatte die Gesellschaft bereits 2022 die Arbeiten in der Rubinmine in Aappaluttoq in Südgrönland eingestellt, um Kosten zu sparen. Als die Gesellschaft ihre Schulden nicht mehr zahlen konnte, meldete sie Konkurs an. Obwohl es Interessenten gab, hat bisher auch niemand die Mine gekauft.
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