Hadsel (Norwegen). Das typische Sternerestaurant liegt in einer größeren Stadt. Nicht so Kvitnes Gård. Das Restaurant am Hadselfjord auf den Vesterålen liegt fernab von so ziemlich allem. Trotzdem pflegt man dort eine sehr ambitionierte Küche. Dies wurde nun mit einem Michelinstern belohnt. Kvitnes Gård auf 68°Nord ist außerdem das aktuell nördlichste Sternerestaurant. Ein Blick in den Michelin-Guide 2026.Darüber berichteten auch NRK, KVF und mbl.is.
Kvitnes Gård klingt nicht nur wie ein Hof, sondern produziert tatsächlich einen Teil der Zutaten selbst vor Ort. Diese weiß Koch Halvar Ellingsen exquisit zuzubereiten, wie nun die Testesser des französischen Reifenherstellers bescheinigen.
Ziemlich abseits liegt auch die „Mirabelle“ von Ørjan Johannessen – auf der Insel Selbjørn südlich von Bergen. Auch dort setzt man auf lokale Rohwaren und hat nun einen Michelinstern erhalten.
Noch nördlicher als Kvitnes und noch abseitiger als alle beide arbeitete einst der Färinger Poul Andrias Ziska, der ehemalige Küchenchef des Restaurants „Koks“ auf den Färöern. Für seine Küche im „Koks“ hatte es zwei Sterne gegeben, die Ziska auch mitnehmen durfte, als das Restaurant übergangsweise nach Ilimanaq in Grönland auswich. Inzwischen betreibt Ziska sein eigenes Restaurant PAZ in Tórshavn, ebenfalls mit zwei Sternen.
Gourmet-Überblick:
- Island: Drei Restaurants mit jeweils einem Stern: Dill (Reykjavík), Óx (Reykjavík) und Moss (im Komplex der Blauen Lagune, Grindavík)
- Färöer: Zwei Sterne: PAZ, Tórshavn
- Norwegen: 19 Restaurants mit einem Stern, zwei Restaurants mit zwei Sternen, zwei Restaurants mit drei Sternen: Maaemo (Oslo) und RENAA (Stavanger)
- Schweden: 18 Restaurants mit einem Stern, vier Restaurants mit zwei Sternen, eins mit drei Sternen: Frantzén (Stockholm).
- Finnland: Sechs Restaurants mit einem Stern, zwei mit zwei Sternen: Palace und Grön, beide in Helsinki.
Frühere Artikel zum Thema:
- Pläne für neues Restaurant Koks auf den Färöer gescheitert
- Färöisches Sternerestaurant Koks geht nach Grönland


