Überraschung für Archäologen nach dem Kirchenbrand

Övertorneå (Schweden). Im September 2023 brannte die Kirche von Hietaniemi bei Övertorneå in einer Nacht komplett ab.  Bevor nun mit dem Ersatzbau begonnen wird, untersuchen Archäologen den Boden, auf dem die Kirche einst stand. Und erlebten schon eine Überraschung: Mehr als 100 Menschen waren darunter begraben worden. Für die Archäologen ist das ein wichtiger Fund, der noch mehr Aufschluss über das frühere Leben im Tal des Torneflusses geben kann. Darüber berichtete SVT.

Kirche mit einzeln stehendem Glockenturm

Die inzwischen abgebrannte Kirche von Hietaniemi im Jahr 2010. Foto Swevixen/Wikimedia, CC0

Die letzte Kirche von Hietaniemi  am Tornefluss im Ort Hedenäset, Kommune Övertorneå, war 1747 eingeweiht worden. Architekt war Johannes Biskop aus Kronoby im heute finnischen Österbotten, von dem auch die Kirchen in Övertorneå und Jokkmokk stammen. Bekannt war bereits, dass dies nicht die erste an dieser Stelle war und dass es ein paar Gräber in dem Bereich gab. Warum sie im Herbst 2023 nachts niederbrannte, ist nicht bekannt. Es konnten nur wenige Dinge daraus gerettet werden.

Mehr als 100 Gräber unter der Kirche

Die Untersuchungen und Ausgrabungen erwiesen sich nun als sehr ergiebig, wie Archäologin Annika Nordström gegenüber SVT berichtete.  Außer den Resten der früheren Kapelle am Standort wurden auch Gebeine von 100 bis 130 Personen gefunden, die dort bestattet worden waren, Frauen, Männer und Kinder. Von diesen sollen nun Proben analysiert werden, um herauszufinden, wo sie aufgewachsen sind. Das Tal des Torneflusses ist in der Vergangenheit von vielen Bevölkerungsgruppen genutzt worden.

Zu den Funden gehörten auch zwei mumifizierte Säuglinge in kleinen Särgen. Diese kleinen Särge wurden im nahen Krankenhaus in Kalix geröntgt, ohne sie zu öffnen. Danach wurden sie wieder begraben.

Wiederaufbau in ähnlichem Stil, aber kleiner

Wie SVT berichtet, soll die Kirche von Hietaniemi im selben Stil wieder aufgebaut werden, allerdings kleiner. Sie soll gut 70 Personen fassen. In der früheren fanden 140 Personen Platz.

Mehr zum Tal des Torneflusses:

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Finnlands neue längste Brücke ist nicht für Autos

Helsinki (Finnland). Die Replotbrücke in Korsholm ist ihren Titel los: Gestern wurde in Helsinki eine neue Brücke eingeweiht, die mit rund 1200 Metern jetzt Finnlands längste Brücke ist. Das Besondere an Kruunuvuorensilta/ Kronbergsbron: Diese neue Landmarke der Hauptstadt ist allein für Fußgänger, Radfahrer und die Straßenbahn konzipiert. Während Fußgänger und Radfahrer schon gestern auf die Brücke durften, wird es mit der regulären Straßenbahnverkehr aber noch bis nächstes Jahr dauern. Darüber berichtete Yle.

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„Die große Elchwanderung 2026“ ist gestartet

Schweden. Seit Mitternacht laufen die Kameras im Wald bei Kullberg am Ångermanälven – und mit etwas Glück kann man schon einen Elch sehen. Das Slow-TV-Programm „Den stora älgvandringen“ des schwedischen Fernsehens (SVT) begann wieder vorzeitig, nachdem auch der Frühling in Schweden schon etwas früher gekommen ist. Zu den Neuheiten dieses Jahr gehört die Kameraposition „Utkiken“. 

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Neue Zeiten in Südgrönland: Flughafeneröffnung in Qaqortoq

Qaqortoq/Narsarsuaq (Grönland). Für Südgrönlands größten Ort Qaqortoq sind gestern neue Zeiten angebrochen: Statt eines Heliports ist nun der neue Regionalflughafen in Betrieb. Während Qaqortoq jubelt, müssen die Einwohner von Narsarsuaq sich damit abfinden, dass sie künftig nur noch mit dem Helikopter wegkommen. Die Änderungen bei Südgrönlands Flughafenstruktur haben auch Auswirkungen auf den Schiffsverkehr. Darüber berichtete Sermitsiaq.

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Schweden: Wallenberg-Geld rettet fossilfreies Stahlwerk Stegra

Boden (Schweden). Zuletzt sah es so aus, als würde dem Unternehmen Stegra das Geld ausgehen, bevor die erste Tonne fossilfreien Stahls im Lichtbogenofen produziert wurde. Diese Sorgen sind vorbei: Ein Konsortium, zu dem Wallenberg Investment gehört, ist bei Stegra mit 1,4 Milliarden Euro eingestiegen. Darüber berichtete unter anderem SVT.

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Norwegen: Weitere Flüsse nach Gyro-Befall wieder nutzbar

Norwegen. Lichtblick für Angler in Nordnorwegen: In zwei Flüssen in Troms, Signaldalselva und Skibotnelva, dürfen diesen Sommer wieder begrenzt Lachse gefangen werden. Die Flüsse waren zuvor gegen den Parasiten Gyrodactylus salaris behandelt worden. Jølstra in Vestland wird dagegen wegen eines schwachen Lachsbestandes komplett gesperrt. Darüber berichtete NRK nach einer Mitteilung der Umweltbehörde.

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US-Gesellschaft hofft auf grönländisches Öl – realistisch?

Grönland. 2021 beschloss das damalige grönländische Parlament mehrheitlich, die Ölsuche in Grönland zu verbieten. Es gibt allerdings eine US-Firma, die eine noch gültige Lizenz übernommen hat und glaubt, auf Jameson Land  (Ostgrönland) 13 Milliarden Fass Öl herausholen zu können. Wie ist das möglich – und ist das realistisch? Darüber berichtete KNR.

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Island: Vorübergehend weniger Steuern auf Treibstoff

Island. Eigentlich sollten mit der Einführung der neuen „Kilometergebühr“ auf Island die Treibstoffpreise sinken, da ja gleichzeitig die Treibstoffsteuer abgeschafft wurde. Inzwischen sind die Preise aufgrund des Irankriegs jedoch gestiegen. Die isländische Regierung kündigte nun eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel an. Gleichzeitig wird die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgebaut. Darüber berichteten auch RÚV und mbl.is.

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Vermisster Skiläufer auf Spitzbergen tot gefunden

Spitzbergen (Norwegen). Mehrere Tage lang wurde auf Spitzbergen nach einem vermissten Skifahrer gesucht. Am vergangenen Donnerstag wurde er tot in einer Gletscherspalte des Skilfonna gefunden. Es handelt sich um den 75-jährigen bekannten Polarfahrer Miroslav Jakeš aus Tschechien. Das meldeten Sysselmesteren, Svalbardposten und Radio Prague International.

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2026: Wärmster März in Finnland, Norwegen und Schweden

Finnland/Schweden/Norwegen. Schnee weg, schlechtes Eis und Terrainbrandgefahr: Die drei nordischen Länder erlebten alle einen frühen Frühling.  Außerdem haben sie den wärmsten je gemessenen März hinter sich. Das meldeten die jeweiligen meteorologischen Institute. Dabei erreichten selbst langjährige Messstationen neue Monatsdurchschnitt-Rekordwerte.

Finnland

Krokusse

Frühling

Den höchsten statistischen Unterschied landesweit im Vergleich zu früheren Jahren gab es in Finnland: Dort errechneten die Wissenschaftler des finnischen meteorologischen Instituts eine landesweite Durchschnittstemperatur von 1,1 °C. Zuletzt lag der Rekord bei 0,0°C, gemessen in 2007. 

Beispiele:

  • Helsinki Kaisaniemi, Messserie seit 1900.  März 2026: + 3 °C. Zuletzt: +2,8°C (2025). Referenzwert März (1991-2020): -0,7 °C
  • Sodankylä Tähtelä, Messserie seit 1908, März 2026  -0,7 °C.  Zuletzt: -2,3 °C (2015). Referenzwert März (1991-2020):  -7,1°C.

Norwegen

In Norwegen beträgt der Unterschied zwischen dem alten und dem neuen landesweiten Rekord 0,6°C – so steht es im neuen Report der norwegischen Meteorologen. Speziell die mittleren und nördlichen Landesteile gelten als im Vergleich „extrem warm“. Der März 2012 lag 3,3°C über dem Referenzwert, der März 2026 3,9 °C. Wie NRK berichtet, ist die Natur in Nordnorwegen ihrer Zeit deutlich voraus. 

Beispiele:

  • Nordøyan fyr, Messserie seit 1890. März 2026: +5,6 °C. Zuletzt: +4,8 °C  (2022). Referenzwert März (1991-2020): +2,3 °C 
  • Kautokeino, Messserie seit 1889. März 2026: -2,4 °C. Zuletzt: -3,8 °C in den Jahren 2007 und 2015. Referenzwert März (1991-2020): – 9,2°C

Schweden

Auch in Schweden kamen die Meteorologen des SMHI zu dem Schluss, dass es sich beim März 2026 um den wärmsten je gemessenen Monat handele. Dies betreffe besonders den nördlichen Teil. 

Beispiele: 

  • Stockholm Observatoriekullen, Messserie seit 1756. März 2026: +5,5 °C. Zuletzt: +4,9 °C (2025). Referenzwert März (1991-2020): +1,6 °C
  • Piteå, Messserie seit 1860. März 2026: 1,6 °C. Zuletzt: 0,6 °C.  (2015). Referenzwert März (1991-2020): -3,5 °C

Früherer Artikel:

Früher Frühling im Norden

 

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