Finnlands bisher größter Münzhort aus der Wikingerzeit entdeckt

Sysmä (Finnland). Meistens, so sagt Kalle Lappinen, finde er nur Schrott, wenn er mit seinem Metalldetektor unterwegs sei. Anders am 3. September: Da begann er nach einem starken Signal zu graben und stieß auf zwei Behälter mit Silbermünzen und Schmuck, insgesamt 4,5 Kilogramm. Laut dem Sachverständigen des Museums in Lahti handelt es sich bei dem Fund in Sysmä in Südfinnland um einen Münzhort aus der späten Eisenzeit,  – dem größten bisher bekannten in Finnland. Zur späten Eisenzeit gehören auch die Wikinger. Darüber berichtete Yle.

Der Münzhort von Sysmä. Foto Lahti Museum

Lappinens Fund waren eigentlich zwei in zwölf Metern Abstand – beide verpackt in Behältern aus Birkenrinde, etwa einen halben Meter tief vergraben. Als ihm klar wurde, dass er tatsächlich etwas gefunden hatte, informierte er die Behörden, die den Schatz schließlich fachgerecht ausgruben. Neben den Münzen gab es auch ein Armband und andere silberne Gegenstände. Die Münzen sind noch nicht gereinigt und sortiert worden, deshalb gibt es noch keine genaueren Angaben über sie, aber es sollen Tausende sein. 

Der bisher größte Fund aus der Wikingerzeit in Finnland ist schon länger her: Er wurde 1895 in Nikkilä, bei Nousiainen in Südfinnland entdeckt und enthielt rund 1600 Münzen. Das Gesamtgewicht betrug rund zwei Kilogramm.

Großer Fund dieses Jahr auch in Norwegen

Erst im Frühjahr hatten zwei norwegische Schatzsucher einen riesigen Münzhort auf einem Acker entdeckt. Dort sind bis heute mehr als 4100 Münzen gefunden worden: Norwegen: Fast 3000 Münzen aus der Wikingerzeit entdeckt

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Spiralenkampagne: Entschädigungszahlungen haben begonnen

Grönland/Dänemark. Vor einem Jahr entschuldigte sich Premierministerin Mette Frederiksen im Namen Dänemarks bei den Opfern der Spiralenkampagne in Grönland. Nun haben die ersten auch eine finanzielle Entschädigung erhalten: Jede Betroffene bekommt 300 000 DKK, umgerechnet etwa 40 000 Euro vom Dänischen Staat. Gut 350 Frauen haben diese bereits beantragt. Darüber berichteten KNR und Sermitsiaq.

Dänemark und Grönland. Grafik sel mit OpenEmoji/Creazilla, CC BY 4.0

Zwischen der Ankündigung der Entschädigung im Dezember 2025 und dem entsprechenden Gesetzesbeschluss am 27. August liegen eine Wahl und eine langwierige neue Regierungsbildung in Dänemark. Allerdings konnten Frauen bereits seit dem 1. Juli ihre Anträge stellen, deshalb sind die ersten auch schon bewilligt. Diese Woche soll es außerdem Informationsveranstaltungen in Odense, Aalborg, Aarhus und Kopenhagen geben, für jene Betroffenen, die inzwischen in Dänemark wohnen. Ab Ende September wird dann ein Team dreieinhalb Wochen lang durch insgesamt sieben Orte in Westgrönland reisen und für Fragen zur Verfügung stehen. Im kommenden Frühjahr soll es dann nach Südwest- und Südgrönland sowie nach Ostgrönland gehen. 

Späte Anerkennung

Für die Frauen bedeutet dies eine späte Anerkennung, dass ihnen Unrecht getan wurde. Nach den bisher vorliegenden Daten bekamen etwa 4500 Mädchen und Frauen in den 1960er und 1970er Jahren eine Spirale eingesetzt. Darunter waren auch junge Mädchen, die weder darüber aufgeklärt noch um ihr Einverständnis gefragt wurden. Das verwendete Modell war für diese gar nicht geeignet. Die Folge waren Unterleibsprobleme, viele konnten auch später keine Kinder bekommen. 

Alles erreicht?

„Ich bin natürlich sehr glücklich. Unser gemeinsamer Kampf ist vorbei. Wir haben eine Entschuldigung erhalten und haben nun die Möglichkeit auf Entschädigung. Dafür haben wir gekämpft, besser könnte es nicht sein“, so Naja Lyberth gegenüber Sermitsiaq, die selbst als 14-Jährige die Spirale bekam und Jahrzehnte später mit ihrem Bericht darüber die Sache ins Rollen brachte. In ganz Dänemark wurde das Thema bekannt durch einen Podcast des dänischen Radios. 

Die Nachwirkungen in der grönländischen Gesellschaft zu den Enthüllungen halten aber an, wie man unter anderem an der Diskussion um zwei Expertengutachten sehen kann, die klären sollten, ob es sich um einen Genozid gehandelt habe. Eins sagte Nein, eins hatte keine eindeutige Antwort .

Siehe auch:

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Start erfolgreich – Andøya gewinn europäischen Weltraum-Wettlauf

Andøya (Norwegen). Die erste Orbitalrakete aus Europa ist gestartet – aus Nordnorwegen. Beim jüngsten Versuch von Isar Aerospace gestern Abend auf dem Raketenstartplatz von Andøya Space ging alles glatt. „Spectrum“ hob um 22.12 Uhr ab erreichte tatsächlich den Weltraum. Der Start wurde live auf Youtube übertragen. Wie das Unternehmen inzwischen mitteilte, wurden auch die mitgeführten Satelliten erfolgreich platziert.

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Neuer Startversuch auf Andøya heute Abend

Sperrgebiet bis 24 Uhr. Quelle Politi Nordland

Andøya (Norwegen). Das deutsche Raketen-Start-up Isar Aerospace aus München plant für heute Abend den nächsten Startversuch für seine Spectrum-Rakete ab Andøya Spaceport in Nordnorwegen. Man kann den Start über einen Livestream ab 21 Uhr verfolgen. Mehrfach waren Starts zuletzt abgebrochen worden, aus einer Vielzahl von Gründen – Wetter, Boot in der Sicherheitszone, im letzten Moment entdeckte technische Probleme. Aus Sicherheitsgründen ist das Gelände um den Raketenstartplatz inklusive mehrerer Straßen auf Andøya bis 24 Uhr weiträumig gesperrt. Auch auf dem Wasser gilt eine Sperrzone (Polizeimeldung hier).

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Strafen verhängt für Eisbärenstörung und Drohnenflug

Spitzbergen (Norwegen). Wer Tiere auf Spitzbergen stört oder gegen andere Richtlinien zum Verhalten in der Natur verstößt, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. So musste jüngst jemand 50 000 NOK zahlen, wer er mit dem Schiffshorn einen schlafenden Eisbären geweckt hatte. 12 000 NOK wurde für nicht genehmigtes Filmen mit einer Drohne fällig. Das meldete das Büro des Sysselmesters sowie Svalbardposten.

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Neue Zeiten auf der Bahnstrecke Berlin-Stockholm

Schweden. Die Ära des täglichen Nachtzugs zwischen Deutschland und Schweden ist zu Ende. SJ hat die Verbindung mit dem Ende des Augusts eingestellt. Wer trotzdem mit dem Zug nach Schweden reisen will, hat nun die Wahl zwischen den privaten Anbietern RDC – in vieler Hinsicht Erbe des SJ-Euronight – und Snälltåget. Das heißt: An manchen Tagen fahren zwei Nachtzüge, an anderen gar keiner. Ein Überblick.

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Spitzbergen: Sysselmester beschlagnahmt russisches Schiff

Spitzbergen (Norwegen). Der Sysselmester hat gestern Abend auf Anordnung des Amtsgerichts Nord Troms und Senja das russische Schiff  „Professor Moltschanow“ beschlagnahmt, das gerade vor Barentsburg liegt. Die ukrainische Gesellschaft Naftogaz hatte dies als Entschädigung für enteignete Vermögenswerte auf der Krim beantragt. Das meldete das Büro des Sysselmesters. Update: Russland wird gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Widerspruch einlegen.

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Inlandeis Grönland: 30 Jahr negative Gesamt-Massebilanz

Grönland. Die Gesamt-Massebilanz des grönländischen Inlandeises endete auch in der Saison 2025/2026 im Minus – und das zum 30. Mal in Folge. Der Eisverlust von rund 173 Milliarden Tonnen ist zwar nicht der größte in der zurückliegenden 30-Jahres-Periode, doch es bleibt eine konstante Tendenz zum Verlust. Das meldete das geologische Forschungsinstitut für Dänemark und Grönland, GEUS.

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Neue Bilder in der Galerie: Unterwegs zwischen Sommer und Herbst

Mäntyrova, Nationalpark Pallas-Yllästunturi. Foto Céline Lalubie

Die Sommer nördlich des Polarkreises sind kurz – das merkt man nicht nur daran, dass die Tage wieder kürzer werden. Die ersten Anzeichen des Herbstes können sich schon im August einschleichen. Wie auf der jüngsten Reise von Céline Lalubie, von der es ziemlich aktuelle Bilder in der neuen Galerie gibt: Nationalpark Lemmenjoki, Nationalpark Pallas-Yllästunturi (beides Finnland) sowie Nuolja (Schweden). Das Wetter war nicht optimal, aber es gab doch immer wieder etwas zu entdecken. Seht selbst!

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Markenschutz bleibt: Rovaniemi weiter „Weihnachtsmann-Stadt“

Rovaniemi (Finnland). Rovaniemi bleibt die „offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmannes“ , und kein anderer Ort darf damit werben. Das entschied nun das europäische Amt für geistiges Eigentum, EUIPO, wo dies als Handelsmarke eingetragen ist. Dagegen hatte ein niederländischer Journalist geklagt. Darüber berichtete Yle.

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