Eisbär statt Kabeljau-Nachwuchs angelockt

Spitzbergen (Norwegen). Wissenschaftler des norwegischen Meeresforschungsinstitutes wollten herausfinden, wie viel Kabeljau-Nachwuchs in den Fjorden Spitzbergens schwimmt. Dazu platzierten sie in den Fjorden jeweils einen Hering als Köder, eine Kamera, eine Reuse und eine Boje als Markierung. Bei Hornsund lockten sie jedoch ein ganz anderes Tier an: einen Eisbären. Darüber berichtet das Institut auf seiner Website und bei Svalbardposten. 

Der Eisbär macht sich über den Hering her. Screenshot aus dem Video des Meeresforschungsinstitutes.

Nicht nur die Menge Kabeljau-Nachwuchses ist für die Forscher interessant, sondern auch die Genetik. Denn möglicherweise gibt es eine eigene Kabeljau-Art bei Spitzbergen. Doch die Expedition bot auch eine Überraschung. Denn als die Crew im Hornsund ihre übliche Versuchsanordnung einrichtete, erschien ein Eisbär am Strand. Gerade fertig geworden, zog sich die Crew zurück und hinterließ das Gerät mit einer Boje markiert. 

Boje kaputt, Kamera unversehrt

Als sie später zurückkamen, waren weder der Eisbär noch die Boje zu sehen. Da das Wasser dort aufgrund der vielen von den Gletschern eingetragenen Sedimente nicht klar ist, mussten sie nach dem Gerät mit einem Haken am ungefähren Ort suchen und fanden es auch. Die Boje, so zeigte sich, hatte Löcher, nachdem der Eisbär damit gespielt hatte. Und von dem Hering war nicht mehr so viel da. Doch die 4000-Euro-Kameraausrüstung war unversehrt. 

Der Film zeigte schließlich den Wissenschaftlern, was unter Wasser passiert war: Der Eisbär war immer wieder nach Köder getaucht, bis er genug hatte.

Das ganze Video:

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Finnland: 200 Kilometer Grenzzaun fertiggestellt

Finnland. Die finnisch-russische Grenze ist seit knapp drei Jahren komplett geschlossen. Um auch illegale Grenzübertritte zu verhindern, sind inzwischen insgesamt 200 Kilometer Zaun an den wichtigsten Punkten fertiggestellt worden, vor allem im südlichen Teil.  Darüber berichtete Yle (finnisch, englisch, schwedisch). Einzelne versuchen es trotzdem, durch die Wildnis von Russland nach Finnland zu kommen.

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Schweden: Letzte Stimmen ausgezählt – der Vorsprung bleibt

Schweden. Gestern wurden die Briefwähler aus dem Ausland und verspätet gelieferte Frühwähler-Stimmzettel ausgezählt. Die allerletzten Ergebnisse kamen erst heute Mittag. Der Oppositionsblock blieb letztlich mit drei Sitzen vor den bisherigen Regierungs- und Stützparteien. Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson dürfte also den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen – und das dürfte schwierig werden. Update 15 Uhr: Ulf Kristersson ist als Premierminister zurückgetreten.

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Islands erster Windpark jetzt in Betrieb

Island. Islands erster Windpark, Vaðölduver, wurde gestern in Betrieb genommen – bei schönstem Sonnenschein, aber wenig Wind. Von den insgesamt 28 Anlagen stehen bisher erst 14, die übrigen sollen im kommenden Jahr aufgestellt werden. Darüber berichtete RÚV und Betreiber Landsvirkjun selbst.

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Grönlands neuer Nationalpark heißt jetzt „Pilivik“

Grönland. Gestern wurde Grönlands neuer Nationalpark in Westgrönland offiziell eingeweiht und erhielt einen grönländischen Namen: „Pilivik“. Das meldete die Regierung. Der Park umfasst 22 000 Quadratkilometer zwischen Kangerlussuaq und der Disko-Bucht. Er ist weiterhin offen für die traditionelle Nutzung, mit Ausnahme einiger Gebiete zu bestimmten Zeiten. 

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Schweden: Drei Sitze entscheiden die Wahl

Schweden. Die Wähler haben sich entschieden – und der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Magdalena Andersson eine harte Nuss hinterlassen. Denn die Opposition hat theoretisch eine Mehrheit im Parlament, aber nach einer Auszählung von 94 Prozent nur von drei Sitzen. Und Anderssons potenzielle Partner sind sich untereinander nicht grün. Damit wurde der Wahlausgang so knapp wie erwartet mit 176 zu 173 Sitzen. Noch sind allerdings nicht alle Stimmen ausgezählt. (Stand 6.50 Uhr!)  

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Spitzbergen: Schmelzende Gletscher spülen Methan frei

Spitzbergen (Norwegen). Was passiert, wenn die Gletscher auf Spitzbergen abschmelzen? Dann fließt nicht nur Wasser ins Meer – sondern auch Methan. Das zeigte eine neue Untersuchung des iC3-Zentrums in Tromsø unter der Leitung von Gabrielle Kleber. Wie viel Methan freigesetzt wird, kommt dabei auf den Untergrund und die Beschaffenheit des Gletschers an. Das meldete das Institut iC3,Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.

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Morgen wird in Schweden gewählt – Umfragen sehen Patt

Schweden. Morgen wählt Schweden eine neue Regierung. Sah es vor ein paar Monaten noch nach einem ziemlich sicheren Machtwechsel aus, zeigen die Umfragen nun ein Patt. Denn die Oppositionsparteien wissen zwar, was sie nicht wollen, konnten sich aber nicht zu einer gemeinsamen Strategie zusammenfinden. 

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Höchster Berg der Färöer jetzt gebührenpflichtig

Färöer. Der Berg Slættaratindur ist mit 880 Metern der höchste auf den Färöern – und er ist der nächste auf der Liste mit Gebührenpflicht. 200 DKK, rund 27 Euro werden dort für jeden über 15 Jahre fällig. Darüber berichtete KVF. Die Grundeigentümer begründen dies mit den Schäden durch die Nutzung und versprechen im Gegenzug Verbesserungen an der Infrastruktur. Seit Februar wird auf den Färöern außerdem eine Übernachtungsgebühr von 20 DKK pro Person erhoben , die ein ähnliches Ziel hat. 

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PISA-Schock im ganzen Norden

Die Schlagzeilen nach der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse lauteten in vielen Ländern erstaunlich gleich: Die Ergebnisse der 15-Jährigen von 2025 sind schlechter als die der 15-Jährigen von 2022, vor allem im Bereich Lesekompetenz. Das legt nahe, dass die Ursachen dafür Teil eines größeren Trends sind. In einigen Ländern sind die Abstürze aber stärker als in anderen. Besonders auffällig ist die Situation auf Island, das in den Bildungsergebnissen den nordischen Kollegen deutlich hinterherhinkt. 

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