Struktur des Narwal-Zahns entschlüsselt

Grönland. Warum sieht ein Narwal-Zahn aus, wie er aussieht? Mehr als einen Meter lang, gerade, aber helixartig gedreht? Diese Frage hat nun ein internationales und interdisziplinäres Team gelöst. Mithilfe von drei verschiedenen Teilchenbeschleunigern konnten die Wissenschaftler der Universitäten Aarhus, Chalmers (Göteborg) und des Naturinstituts in Nuuk die Struktur eines solchen Zahns entschlüsseln. Dabei fanden sie unter der äußeren linksdrehenden Struktur noch eine weitere, gegenläufige.  Dazu erschien auch ein Artikel in Nature Communications.

Narwalzahn. Foto Mads Peter Heide-Jørgensen, Pinngortitaleriffik

Beim Stoßzahn des Narwals handelt es sich eigentlich um den linken Eckzahn, der einen anderen Weg nimmt und bis zu zwei Metern lang werden kann.  Anders als beim Menschen hat er keinen Zahnschmelz, sondern besteht innen aus Dentin und außen aus Zement, genauer: aus mineralisierten Kollagenfibrillen.

Da ein Narwalzahn groß ist und eine komplexe Struktur hat, wurden für die Analyse mächtige Geräte benötigt.  Sie kombinierten die Kapazitäten der Teilchenbeschleiniger MAX IV in Lund (Schweden), Swiss Light Source am Paul-Scherrer-Institut in Villingen, Schweiz und European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble in Frankreich.

Drehung bringt Festigkeit

Unter diesen Narwalen ist auch einer mit zwei Stoßzähnen. Foto Carsten Egevang/
Pinngortitaleriffik

Dabei zeigte sich folgendes Muster: Grundsätzlich verlaufen die Fasern entlang der Längsachse des Zahns – Projektbetreuer Henrik Birkedal vergleicht sie gegenüber Sermitsiaq mit einem Paket Spaghetti. Doch sie weichen eben um einen kleinen Winkel von der Gerade ab, was  die gedrehte Optik erzeugt. Dabei verlaufen die äußeren Fasern aus Zement linksdrehen, und die Dentinfasern darunter rechtsdrehend. Dadurch erreicht der Stoßzahn seine enorme Festigkeit. 

Wozu Stoßzähne bei Narwalen?

Was die Teilbeschleuniger nicht entschlüsselten, ist der Zweck dieses Stoßzahns. hauptsächtlich bilden ihn männliche Tiere aus, aber auch manche weibliche. Für die Ernährung scheint er keine Rolle zu spielen, denn die Tiere ohne Stoßzahn verhungern ja auch nicht. So bleibt es bei dem Erklärungsansatz, es handele sich um ein Objekt, um potenziellen Partnerinnen/Partnern zu imponieren. 

Früherer Artikel zu Narwalen:

Forscher entdecken paradoxe Fluchtreaktion beim Narwal

 

 

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Island: Mehrheit gegen Verhandlungen mit der EU

Island in die EU?

Island. Eine Mehrheit der isländischen Wahlberechtigten hat gegen Verhandlungen mit der EU gestimmt: 52,8 Prozent waren dagegen, 47,2 Prozent dafür. Der Unterschied war damit größer als in den Prognosen. Die Zustimmung war am höchsten im Bereich Reykjavík, während außerhalb der Hauptstadt die Nein-Stimmen – teilweise sehr deutlich – überwogen.  (Quelle RÚV / mbl.is ) Die Wahlbeteiligung war dabei in allen Bezirken mehr als 80 Prozent. In den Bezirken mit überwiegend Nein-Stimmen war sie sogar höher als in Reykjavík.

Die Abstimmung bezog sich noch nicht auf einen tatsächlichen EU-Beitritt. Das Referendum sollte der Regierung lediglich den Auftrag geben, die Bedingungen für einen möglichen EU-Beitritt zu verhandeln. Über das Verhandlungsergebnis sollte dann erneut abgestimmt werden. Das ist nun hinfällig.

Islands Premierministerin Kristrún Frostadóttir sagt bei der Pressekonferenz, die Regierung habe versprochen, dass die Bevölkerung zu der Frage äußern dürfe. Dies sei nun geschen, Die  Entscheidung werde von der Regierung respektiert.

Früherer Artikel zum Thema: Morgen entscheidet Island über EU-Verhandlungen

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Extratouren mit Snälltåget nach Trondheim und Narvik

Schweden. Snälltåget baut sein Streckennetz aus – sowohl für reguläre Touren als auch für Sonderfahrten. Anfang September können Reisende dabei sein, wenn Snälltåget erstmals testweise über die frisch elektrifizierte Strecke von Schweden nach Trondheim rollt. Ende November kann man dann ausnahmsweise durchgehend von Malmö bis Narvik fahren – und nach drei Tagen wieder zurück.

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Der norwegische König Harald ist tot

König Harald und Königin Sonja bei der Kranzniederlegung im Juni 2025 in Longyearbyen, Spitzbergen

Norwegen. König Harald von Norwegen starb heute morgen um 6.35 Uhr im Rikshospital in Oslo. Er war bereits seit zehn Tagen im Krankenhaus, und das, was darüber nach außen kommuniziert wurde, hatte bereits angedeutet, dass es diesmal ernst sein könnte. König Harald wurde 89 Jahre alt und galt als eine integrative Persönlichkeit. Er war 35 Jahre lang Norwegens Staatsoberhaupt. Sein Nachfolger ist sein Sohn Haakon, der nun automatisch König geworden ist.

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Morgen entscheidet Island über EU-Verhandlungen

Island. Morgen sind die Isländer zum Referendum aufgerufen: Soll Island die Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft wieder aufnehmen oder nicht? In den Prognosen liegen die beiden Seiten fast gleichauf. Die Regierung hat zugesichert, dass sie das Ergebnis repektieren wird. Das Referendum ist noch keine Abstimmung über einen tatsächlichen EU-Beitritt. Sollte es tatsächlich Verhandlungen über den EU-Beitritt geben, sollen die Wähler anhand der ausgehandelten Bedingungen entscheiden (aktualisiert).

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Zwei deutsche Touristen als Brandstifter auf den Lofoten verurteilt

Lofoten (Norwegen). Vier Brände in neun Tagen im Umfeld des kleinen Örtchens Laukvik auf den Lofoten – da wurden die Ortsansässigen misstrauisch. Nun sind zwei junge deutsche Touristen vom Amtsgericht Salten und Lofoten für die Brandstiftung verurteilt worden: Einer zu acht Monaten Gefängnis, einer zu zwei Jahren und acht Monaten. Letzterer will das Urteil anfechten. Darüber berichtete NRK.

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Island: Tourist bei Stuðlagil tödlich verunglückt

Island. Ein Tourist stürzte am Montag bei Stuðlagil in Ostisland in den Fluss Jökulsá á Brú. Er wurde spätabends tot geborgen. Es war bereits der zweite tödliche Sturz dort innerhalb von zwei Jahren. Darüber berichteten RÚV und mbl.is. 

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Erstmals Wildschwein nördlich des Polarkreises erschossen

Rovaniemi/Kittilä (Finnland). Wildschweine nördlich des Polarkreises? Zumindest eins, das ein finnischer Jäger vergangene Woche in Lohiniva, an der Kommunegrenze Rovaniemi/Kittilä, geschossen hat. So weit nördlich gibt es noch keinen Bestand – aber mit dem wärmeren Klima rückt auch diese Tierart in den Norden vor.  Darüber berichtete Yle. 

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Fluglotsenstreik in Norwegen beendet

Norwegen. Der Streik der Fluglotsen in Norwegen ist beendet. Nach mehrstündigen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaft und die Arbeitgeber auf ein Ergebnis, das bisher nicht veröffentlich wurde. Alle Fluglotsen sind wieder im Einsatz, und der Luftverkehr soll sich langsam normalisieren.

Der Fluglotsenstreik ist beendet.

Der Fluglotsenstreik begann am Freitag und hatte über das Wochenende zu Hunderten von Ausfällen und Verspätungen sowie Tausenden betroffenen Passagieren geführt.  Knackpunkt der Verhandlungen war eine neue Pausenregelung, die die Fluglotsen haben wollten. 

Siehe auch: Norwegen: Fluglotsen im Streik – Verspätungen und Ausfälle

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Rentiertod auf Spitzbergen: Fettes Gras schuld?

Spitzbergen (Norwegen). Warum starben 13 Rentieren besten Alters zur besten Zeit des Jahres auf Spitzbergen? Tollwut und Vogelgrippe konnten ausgeschlossen werden. Die aktuelle Hypothese: Der frühe Frühling mit üppigem Futter ist den Tieren nicht bekommen. Allerdings war nur ein Kadaver so weit erhalten, dass eine vollständige Obduktion durchgeführt werden konnte. Darüber berichtete Svalbardposten.

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