Island. Die Walfangsaison 2026 auf Island ist beendet. Dabei wurden 93 Finnwale erlegt. Wie es im kommenden Jahr aussieht, ist ungewiss: Ein Gesetzentwurf zum Walfangverbot ist in Vorbereitung und soll im Februar vorgestellt werden. Darüber berichtete RÚV.
Die beiden Walfangschiffe von Kristján Loftssons Reederei Hvalur hf zogen zusammen 93 tote Finnwale an Land. Aufgrund der schlechten Wettervorhersagen wurde die Saison frühzeitig beendet. Maximal hätten 150 Wale gefangen werden dürfen – das isländische Meeresforschungsinstitut hatte die Quote für dieses Jahr gesenkt. Hvalur hf darf vor Island Finnwale fangen, da der bereits abgewählte Premierminister Bjarni Benediktsson der Reederei Ende 2024 noch eine Fünf-Jahres-Lizenz erteilt hatte.
Auseinandersetzung zwischen Walfängern und Walfanggegnern auf hoher See
Die Saison verlief teilweise recht dramatisch, wie berichtet: Als die „Bandero“ der Paul Watson Foundation nach Island kam, um den Walfang zu stören und zu stoppen, schalteten die Walfangschiffe ihr AIS aus, um nicht gefunden zu werden. Und als die „Bandero“ die Walfänger schließlich doch aufgetrieben hatte, riefen die Walfänger die Küstenwache um Hilfe. Spezialkräfte stürmten schließlich die „Bandero“ und beorderten sie nach Reykjavík. Während die Crew inzwischen abgeschoben ist, liegt die „Bandero“ weiter im Hafen von Akranes. Die Paul Watson Foundation durfte sie bisher nicht abholen.
Neues Gesetz im Februar
Wirtschaftsministerin Hanna Katrín Friðriksson macht kein Geheimnis daraus, dass sie den Walfang gerne stoppen würde. Laut RÚV ist ein Gesetzesentwurf dazu in Vorbereitung, der im Februar vorgestellt werden soll. Kristján Loftsson hat bereits angekündigt, dagegen klagen zu wollen. Das Walfleisch wird hauptsächlich nach Japan verkauft.
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