Schweden. Die wenigsten Leute in Schweden bezahlen noch mit Bargeld – und viele Geschäfte oder auch Gastronomie erklären sich für „kontantfri“, also bargeldlos. Seit dem 1. Juli gilt jedoch ein neues Gesetz, das zumindest Supermärkte und Apotheken dazu verpflichtet, weiterhin Bargeld anzunehmen.
Die meisten bezahlen in Schweden mit Karte oder halten einfach nur ihr Handy mit der digitalen Karte über den Kartenleser – schon „blippt“ es. Nicht einmal auf Märkten und Flohmärkten ist viel Bargeld im Umlauf: Da zahlt man per Handy mit Swish. Voraussetzung für dieses schwedische Online-Bezahlsystem sind (unter anderem) eine schwedische Handynummer und ein schwedisches Bankkonto. Geht alles gut, brauchen Schweden im Alltag kein Bargeld mehr.
Empfehlung: 1000 SEK in bar
Das Amt für Zivilschutz und die schwedische Zentralbank raten trotzdem dazu, etwa 1000 SEK in bar (rund 90 Euro) zu besitzen und auch ab und zu zu benutzen. Zum einen, um das System in Gang zu halten, auf das man im Krisenfall zurückgreifen kann. Zum anderen, “ um den Umgang damit zu üben und echte Scheine und Münzen zu erkennen.“
Pflicht mit Ausnahmen
Diese Übung kann man natürlich nur dort durchführen, wo überhaupt noch Scheine und Münzen angenommen werden. Per Gesetz sind nun Lebensmittelgeschäfte und Apotheken dazu verpflichtet, dies zu tun. Es gibt Ausnahmen: Wenn „die Sicherheit bei dieser Verkaufsstelle nicht gewährleistet werden kann“ oder wenn „die Kosten für das Bargeldsystem so hoch sind, dass sie die Schließung der Verkaufsstelle bedeuten würden“. Der Laden muss auch nur „maximal 25 Münzen“ (pro Kunde) annehmen.
Am besten kleine Scheine
Für Touristen aus dem Ausland, die ja kein Swish benutzen können, kann es nützlich sein, eine kleinere Summe Bargeld abzuheben und für alle Fälle dabei zu haben – für Einkäufe auf Märkten und Flohmärkten beispielsweise. Große Scheine sollte man dabei gleich im Supermarkt klein machen. Denn sie nützen nichts, wenn der andere nicht herausgeben kann.
Wechselgeld war auch in Dänemark ein Problem:


