Norwegen. Das Gesetz zum sogenannten Besuchsbeitrag in Norwegen ist zwar schon seit Juni in Kraft. Aber erst jetzt wird klar, welche Kommunen diesen überhaupt kassieren dürfen. Tromsø, Vågan und Stranda haben dies beantragt und erhielten die Genehmigung dafür. Darüber berichtete NRK.
Das ist der Besuchs- oder Übernachtungsbeitrag: Der Beitrag kann von Kommunen erhoben werden, bei denen der Tourismus die Infrastruktur und Natur stark belastet. Das muss staatlich genehmigt werden. Der Beitrag beträgt 3 Prozent vom Übernachtungspreis. Der Vermieter kassiert das Geld und gibt es an die Kommune weiter. Diese darf das Geld nur für Projekte verwenden, die dem Tourismus dienen. Die Abgabe betrifft jede Art von Übernachtung, bei der ein Raum (weniger als 30 Tage hintereinander) zur Verfügung gestellt wird, also private Zimmer inklusive AirBnB, Hütten oder Hotelzimmer. Nicht davon umfasst sind Zelte und oder Wohnmobile auf dem Campingplatz oder Gastliegeplätze für Boote im Hafen.
Grünes Licht für drei Kommunen
Tromsø und die Kommune Vågan auf den Lofoten haben dafür grünes Licht erhalten und wollen die Abgabe ab Jahresbeginn 2027 einführen. Zur Kommune Vågan gehören beispielsweise Henningsvær, Kabelvåg und Svolvær. Auch die Kommune Stranda am Geirangerfjord hat die Genehmigung erhalten, zögert aber noch.
Um die Ausgestaltung dieser Abgabe hatte es Diskussionen gegeben, weil beispielsweise Wildcamper dadurch nicht erfasst werden – obwohl auch diese ihre Spuren hinterlassen.
Kreuzfahrt-Abgabe noch nicht beschlossen
Kreuzfahrt-Passagiere sind vom Besuchsbeitrag zunächst nicht betroffen. Sie werden aber durch eine andere Gebühr zur Kasse gebeten, die noch in den Startlöchern steht: Sie soll 100 NOK pro angefangenen Hafentag und Person betragen.
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