Finnland: 200 Kilometer Grenzzaun fertiggestellt

Finnland. Die finnisch-russische Grenze ist seit knapp drei Jahren komplett geschlossen. Um auch illegale Grenzübertritte zu verhindern, sind inzwischen insgesamt 200 Kilometer Zaun an den wichtigsten Punkten fertiggestellt worden, vor allem im südlichen Teil.  Darüber berichtete Yle (finnisch, englisch, schwedisch). Einzelne versuchen es trotzdem, durch die Wildnis von Russland nach Finnland zu kommen.

Geschlossener Grenzübergang, Salla

Seit Finnland seine Grenzen im Dezember 2023 schloss, war es dort ruhig. Davor hatte es eine Phase gegeben, in der Menschen aus Drittländern ohne Visum und auf Fahrrädern von den russischen Grenzern durchgelassen wurden und in Finnland um Asyl ansuchten, insgesamt rund 1300 Personen. Die finnische Regierung bewertete dies damals als eine Hybridoperation Russlands, um Finnland zu destabilisieren, Grenzschließung und Zaunbau sollen dem vorbeugen.

1340 Kilometer Grenze 

Zaun an der finnischen Ostgrenze. Foto Rajavartiolaitos

Die finnisch-russische Grenze ist 1340 Kilometer lang und verläuft größtenteils durch Wildnis. An manchen Stellen ist grundsätzlich möglich, diese zu queren. Um das zu verhindern – und diesen Teil besser zu überwachen – hat Finnland nun insgesamt 200 Kilometer Zaun errichtet. Die Abschnitte sind dort, wo eine mögliche Querung am wahrscheinlichsten wäre: 140 Kilometer zwischen Virolahti und Parikkala am südlichen Ende, etwa 35 Kilometer in Nordkarelien sowie etwa 25 Kilometer in Kainuu und Inari. Der Zaun ist 4,5 Meter hoch und davor befindet sich ein breiter, fahrbarer Weg. Der Zaunbau inklusive der verwendeten Überwachungstechnik kostete 356 Millionen Euro. Die finnische Innenministerin Mari Rantanen verwies dabei auch auf die Verpflichtung Finnlands an der Außengrenze des Schengengebiets.

Vereinzelte Grenzquerungen durch die Wildnis

Tatsächlich versuchen es einzelne immer wieder, durch die Wildnis aus Russland nach Finnland zu kommen. Zuletzt handelte es sich dabei um eine Person, die bei Joensuu die Grenze querte. Andere versuchten es in Soumussalmi und Ilomantsi. Alle haben Asyl in Finnland beantragt. Sie alle fielen nun auch unter die neue Screening-Vorschrift der EU.

Pushback-Gesetz soll zum zweiten Mal verlängert werden

Um gegen massenhafte illegale Einreisen vorgehen zu können, hatte das finnische Parlament 2024 das sogenannte Grenzsicherungs-Gesetz, auch Pushback-Ausnahmegesetz genannt, verabschiedet. Es war damals sehr umstritten gewesen, da eigentlich jeder Person eine individuelle Prüfung seiner Asylgründe zusteht. Es wurde bisher nicht angewendet, aber soll gerade zum zweiten Mal verlängert werden.

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Schweden: Letzte Stimmen ausgezählt – der Vorsprung bleibt

Schweden. Gestern wurden die Briefwähler aus dem Ausland und verspätet gelieferte Frühwähler-Stimmzettel ausgezählt. Die allerletzten Ergebnisse kamen erst heute Mittag. Der Oppositionsblock blieb letztlich mit drei Sitzen vor den bisherigen Regierungs- und Stützparteien. Die Sozialdemokratin Magdalena Andersson dürfte also den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen – und das dürfte schwierig werden. Update 15 Uhr: Ulf Kristersson ist als Premierminister zurückgetreten.

Magdalena Andersson. Foto riksdagen.se

Während der Auszählung gestern wanderte ein Mandat zwischen den Parteien hin und her, bis es bei der Linkspartei hängen blieb, also in der aktuellen Opposition. Damit blieb es letztlich bei drei Sitzen Vorsprung für diese. Doch die Opposition ist kein geeinter Block, der nun mit einem gemeinsamen Ziel nach der Macht greift. Ideologisch und strategisch gibt es große Unterschiede. Die Linkspartei (8, 4%, „V“), die auch den größten Zuwachs bekam, will offiziell an der Regierung beteiligt werden. Aber die Zentrumspartei (7%) will keine Regierung zusammen mit „V“. Magdalena Andersson bräuchte aber beide – und die grüne Umweltpartei –  um eine ausreichende Mehrheit zu haben. 

Offizielles Wahlergebnis am Wochenende

Am Wochenende kann nun voraussichtlich das offizielle Wahlergebnis festgestellt werden. Am 28. September könnte dann der neue Riksdag erstmals zusammentreten. Update 15 Uhr: Der bisherige Premierminister Ulf Kristersson von den Moderaten hat seinen Rücktritt beim Parlamentssprecher eingereicht. Er und der Rest der Regierung bleiben aber im Amt, bis die Nachfolge feststeht.

So sieht das vorläufige Wahlergebnis nun im Detail aus (in Klammern der Vergleich zu 2022 );

Bisherige Regierung und Kooperationspartner („Tidöparteien“):

  • Moderate (Moderaterna): 19,8 (+0,7)
  • Schwedendemokraten (Sverigedemokraterna): 17,5 (-3)
  • Christdemokraten (Kristdemokraterna): 6,2 (+0,8)
  • Liberale (Liberalerna): 5,3 (+0,7)

Bisherige Opposition:

  • Sozialdemokraten (Socialdemokraterna): 28,0 (-2,3)
  • Linkspartei (Vänsterpartiet): 8,4 (+1,7)
  • Zentrumspartei (Centerpartiet): 7,0 (+0,3)
  • Grüne Umweltpartei (Miljöpartiet de gröna): 6,1 (+1)

Wahlbeteiligung: 84,8 %

Der Unterschied zwischen den Blöcken beträgt 50 459 Stimmen.

(Quelle val.se)

In Mandaten:

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Islands erster Windpark jetzt in Betrieb

Island. Islands erster Windpark, Vaðölduver, wurde gestern in Betrieb genommen – bei schönstem Sonnenschein, aber wenig Wind. Von den insgesamt 28 Anlagen stehen bisher erst 14, die übrigen sollen im kommenden Jahr aufgestellt werden. Darüber berichtete RÚV und Betreiber Landsvirkjun selbst.

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Grönlands neuer Nationalpark heißt jetzt „Pilivik“

Grönland. Gestern wurde Grönlands neuer Nationalpark in Westgrönland offiziell eingeweiht und erhielt einen grönländischen Namen: „Pilivik“. Das meldete die Regierung. Der Park umfasst 22 000 Quadratkilometer zwischen Kangerlussuaq und der Disko-Bucht. Er ist weiterhin offen für die traditionelle Nutzung, mit Ausnahme einiger Gebiete zu bestimmten Zeiten. 

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Schweden: Drei Sitze entscheiden die Wahl

Schweden. Die Wähler haben sich entschieden – und der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Magdalena Andersson eine harte Nuss hinterlassen. Denn die Opposition hat theoretisch eine Mehrheit im Parlament, aber nach einer Auszählung von 94 Prozent nur von drei Sitzen. Und Anderssons potenzielle Partner sind sich untereinander nicht grün. Damit wurde der Wahlausgang so knapp wie erwartet mit 176 zu 173 Sitzen. Noch sind allerdings nicht alle Stimmen ausgezählt. (Stand 6.50 Uhr!)  

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Spitzbergen: Schmelzende Gletscher spülen Methan frei

Spitzbergen (Norwegen). Was passiert, wenn die Gletscher auf Spitzbergen abschmelzen? Dann fließt nicht nur Wasser ins Meer – sondern auch Methan. Das zeigte eine neue Untersuchung des iC3-Zentrums in Tromsø unter der Leitung von Gabrielle Kleber. Wie viel Methan freigesetzt wird, kommt dabei auf den Untergrund und die Beschaffenheit des Gletschers an. Das meldete das Institut iC3,Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.

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Morgen wird in Schweden gewählt – Umfragen sehen Patt

Schweden. Morgen wählt Schweden eine neue Regierung. Sah es vor ein paar Monaten noch nach einem ziemlich sicheren Machtwechsel aus, zeigen die Umfragen nun ein Patt. Denn die Oppositionsparteien wissen zwar, was sie nicht wollen, konnten sich aber nicht zu einer gemeinsamen Strategie zusammenfinden. 

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Höchster Berg der Färöer jetzt gebührenpflichtig

Färöer. Der Berg Slættaratindur ist mit 880 Metern der höchste auf den Färöern – und er ist der nächste auf der Liste mit Gebührenpflicht. 200 DKK, rund 27 Euro werden dort für jeden über 15 Jahre fällig. Darüber berichtete KVF. Die Grundeigentümer begründen dies mit den Schäden durch die Nutzung und versprechen im Gegenzug Verbesserungen an der Infrastruktur. Seit Februar wird auf den Färöern außerdem eine Übernachtungsgebühr von 20 DKK pro Person erhoben , die ein ähnliches Ziel hat. 

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PISA-Schock im ganzen Norden

Die Schlagzeilen nach der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse lauteten in vielen Ländern erstaunlich gleich: Die Ergebnisse der 15-Jährigen von 2025 sind schlechter als die der 15-Jährigen von 2022, vor allem im Bereich Lesekompetenz. Das legt nahe, dass die Ursachen dafür Teil eines größeren Trends sind. In einigen Ländern sind die Abstürze aber stärker als in anderen. Besonders auffällig ist die Situation auf Island, das in den Bildungsergebnissen den nordischen Kollegen deutlich hinterherhinkt. 

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Spitzbergen: Passagiere der „Professor Moltschanow“ ausgeflogen

Barentsburg/Spitzbergen (Norwegen). Die Passagiere des auf Antrag von Naftogaz beschlagnahmten russischen Schiffes „Professor Moltschanow“ sind zurück in Russland. Ihre Rückkehr wurde vom Sysselmester in Kooperation mit anderen Behörden organisiert. Das Schiff muss am Kai in Barentsburg bleiben, bis die Gerichte über das weitere Vorgehen entschieden haben: Freigabe – was Russland will – oder Zwangsverkauf – was Naftogaz will. Darüber berichtete Svalbardposten. 

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